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Tolle Tage in Friaul

Pasian di Prato - Nach einem Jahr sehnsüchtigen Wartens war es in der ersten Augustwoche wieder so weit: Voll bepackt mit ihren sieben Sachen, machten sich 39 Ministrantinnen und Ministranten der Pfarrei St. Andreas Berchtesgaden mit ihren Betreuern auf den Weg zum traditionellen Ministrantenzeltlager nach Pasian di Prato/Friaul. Heuer begleitete erstmals Kaplan Stefan Leitenbacher die Ministranten nach Italien.

Die Vorfreude war bei der Ankunft am Zeltplatz der Alpini in Pasian di Prato nach der etwa fünfstündigen Busfahrt riesengroß. Gleich nach der Ankunft stand bei herrlichem Sonnenschein das Beziehen der Zelte an. Dann genoss man drei Badetage in Bibione und Caorle und zwei Badetage am Fluss Tagliamento.

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Wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder eine Zeltlagerolympiade mit verschiedenen Spielen. Egal ob am Strand, am Zeltplatz oder bei der Nachtwanderung - es fanden sich immer kleine Spiele und Aufgaben, die die Ministranten möglichst schnell lösen mussten.

Heiß ersehnt war am Freitagabend das traditionelle Dorffest auf dem Zeltplatz, bei dem die Berchtesgadener Ministranten mit Grillfleisch und Bier für das leibliche Wohl der Italiener sorgten. Als Gegenleistung wurde von den Gastgebern eine original italienische Pasta zubereitet. Die Ministranten umrahmten das Fest musikalisch mit den Klängen einer Ziehharmonika und Gesang. Natürlich durften auch die beeindruckenden Plattlereinlagen in original Berchtesgadener Tracht nicht fehlen. Am Samstagvormittag mussten sich die Berchtesgadener Ministranten von Kaplan Stefan Leitenbacher verabschieden, der beim Festgottesdienst in der Ramsau anwesend sein musste.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche von Pasian di Prato. Pfarrer Don Luciano bedankte sich in der heiligen Messe bei den Ministranten und Betreuern für ihren Besuch in Pasian und für die kleinen Gastgeschenke, die die Senioren in der Kirche erhielten. Mesner Dirk Eggenweiler und Alt-Oberministrant Tobias Vogl hatten sich die Mühe gemacht, ein »Kripperl« für die Alpini zu bauen. Dieses stieß natürlich auf besondere Anerkennung bei den Italienern. Organist Simon Kohl gestaltete die Messe musikalisch.

Nach der Messe wurden alle noch zu einem kurzen Stehempfang im Vereinshaus der Alpini eingeladen. Am Nachmittag begannen alle mit dem Abbau der Zelte, dem Reinigen der Böden und dem Aufräumen des Zeltplatzes, was sich über den ganzen Nachmittag hinzog. Am Montag, dem Tag der Abreise, packten alle ihre sieben Sachen, räumten nochmals den Zeltplatz auf und am späten Vormittag startete der Bus mit Anderl Willberger aus Anger am Steuer wieder in Richtung Berchtesgaden. Für viele hätte das Zeltlager nach den unvergesslichen Tagen voller Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt ruhig noch eine Woche länger dauern können. An