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Tobias Piatke nicht zu bremsen

Berchtesgaden – Die Vereinsmeisterschaften 2013 der Tischtennisabteilung des TSV Berchtesgaden standen ganz im Schatten des überragenden Spielers Tobias Piatke. Tobias gewann nicht nur die Einzelmeisterschaft unangefochten; mit seinem Partner Manfred Weyand wurde er auch Vereinsmeister im Doppel. Aufgrund seiner hervorragenden Leistung im Einzel ging der Wanderpokal nach dreimaligem Gewinn in Folge endgültig an Tobias Piatke.

Tischtennis-Ass Tobias Piatke (l.) holte sich beim TSV Berchtesgaden zwei Meistertitel: im Einzel und zusammen mit Manfred Weyand (r.) auch im Doppel. Fotos: privat

Abteilungsleiter Manfred Hupfer begrüßte die Aktiven, Zuschauer und vor allem einige Jugendspieler zur diesjährigen Vereinsmeisterschaft in der Rodlerhalle. Aufgeteilt in die Doppelkonkurrenz und die Einzeldisziplin, waren an diesem Tag interessante und spannende Spiele zu sehen.

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Die Doppelkonkurrenz wurde im System »Einfach-K.o.« gespielt, was bedeutete, dass der Verlierer einer Partie sofort ausschied. In der Einzeldisziplin wurden zwei Gruppen ausgelost, in denen jeder gegen jeden spielte. Die beiden Erstplatzierten spielten über Kreuz, die Sieger aus diesen Paarungen bestritten das Finale und die beiden Verlierer das kleine Finale.

Im ersten hochkarätigen Spiel setzten sich Hermann Scherer/Markus Kugler gegen die Mitfavoriten Michael Höschler/Werner Schneider nach einer überzeugenden Leistung durch und mussten damit im nächsten Spiel gegen Julian Brockt/Tanja Hupfer antreten. Julian Brockt mit aggressivem Angriffsspiel und Tanja Hupfer mit einem überzeugenden Blockspiel ließen den beiden Kontrahenten keine Chance, siegten in einem ausgeglichenen Spiel allerdings im fünften Satz klar und souverän und standen glücklich im Endspiel gegen die bis dahin unangefochtenen Tobias Piatke/Manfred Weyand.

Im Endspiel war ein Schlüssel zum Erfolg die erfolgreiche Abwehrarbeit von Manfred Weyand gegen die aggressiven Angriffsschläge von Julian Brockt, sodass der überragende Tobias Piatke mit seinen mit viel Spin geschlagenen Bällen Punkt um Punkt zum Sieg verwandeln konnte. Im kleinen Finale mussten sich Clemens Rickmann/Florian Brandner nach einem ausgeglichenen Spiel den hochgehandelten Scherer/Kugler beugen und den undankbaren 4. Platz belegen.

In der Gruppenphase der Einzelpartien setzten sich die Favoriten mühelos durch und so standen die Halbfinalspiele mit Tobias Piatke gegen Julian Brockt und Michael Höschler gegen Hermann Scherer fest. Brockt konnte Piatke nicht gefährden und musste genauso ins kleine Finale wie Michael Höschler, der Hermann Scherer nicht bezwingen konnte.

Im kleinen Finale, das mit zwei absoluten Angriffsspielern, Julian Brockt und Michael Höschler, besetzt war, sahen die Zuschauer Tischtennis auf höchstem Niveau. Keiner der beiden Spieler gab einen Ball verloren, leichtfüßig wurden lange hart geschlagene Topspins von weit hinter der Platte mit Topspinerwiderung retourniert, Stoppbälle erlaufen und sofort wieder in Angriffsschläge umgesetzt. Michael Höschler lief in einem hochdramatischen Spiel einem 0:2-Rückstand hinterher, erkämpfte sich Punkt um Punkt, holte Satz um Satz auf, erspielte sich in dem nervenaufreibenden Match mit dem 3:2-Endstand den 3. Rang und verwies Julian Brockt auf den undankbaren 4. Platz.

In einem an Spannung nicht zu überbietenden Finale standen sich der Angriffsspieler Tobias Piatke und der Abwehrspieler Hermann Scherer gegenüber. Topspin gegen Block und Schupf hieß die Devise der beiden Kontrahenten. Es gab ein ausgeglichenes Spiel in den ersten beiden Sätzen, die jeweils eindeutig 11:6 endeten und für jeden einen Punkt brachten. Im dritten Satz dann 11:9 für den Favoriten Tobias. Im vierten Satz aktives kurz-langes Blockspiel durch Hermann, die aggressiven Topspins kamen unerreichbar zurück, der Satz ging in die Verlängerung und Hermann Scherer gewann mit 12:10 zum 2:2-Ausgleich. In einem ausgeglichenen Entscheidungssatz musste Hermann Scherer letztendlich die Überlegenheit von Tobias Piatke anerkennen und sich knapp seinem Doppelpartner beugen und ihm zum Sieg gratulieren. mw