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Tiere sterben bei Experimenten der Bundeswehr

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Sanitätsdienst der Bundeswehr
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Die Aktivitäten der wehrmedizinischen Forschung sind «auf die Gesundheitsversorgung der Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland ausgelegt», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der «Neue Osnabrücker Zeitung». Foto: Ingo Wagner/Archiv Foto: dpa

Berlin (dpa) - Bei medizinischen Versuchen der Bundeswehr oder in deren Auftrag sterben jedes Jahr Hunderte Tiere. Das berichtet die «Neue Osnabrücker Zeitung» unter Berufung auf Angaben des Bundesverteidigungsministeriums.


Neben Nagetieren verendeten demnach in den vergangenen Jahren auch Kaninchen, Schweine und Affen. Sie kamen unter anderem bei Versuchen mit Pocken-Viren zu Tode.

Im Durchschnitt starben zwischen 2006 und 2012 jährlich 382 Nagetiere wie Mäuse oder Ratten nach Angaben des Ministeriums in den Laboren der Bundeswehr. Zudem habe die Armee Forschungsaufträge beispielsweise an Universitäten vergeben. Dabei seien durchschnittlich 442 Tiere im Jahr getötet worden - neben Nagetieren auch 87 Kaninchen, 76 Schweine und 18 Makaken-Affen.

Die Aktivitäten der wehrmedizinischen Forschung seien «allgemein, langfristig und zukunftsorientiert auf die Gesundheitsversorgung der Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland ausgelegt», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Zeitung. Es werde stets versucht, die Zahl der Tierversuche und der Versuchstiere so weit wie möglich zu minimieren. Affen seien seit 2009 nicht mehr zum Einsatz gekommen.