weather-image
11°

Thomas Resch will Bürgermeister werden

Bischofswiesen (FW) – Thomas Resch will Bürgermeister der Gemeinde Bischofswiesen werden. Die Freien Wähler nominierten den 43-jährigen Zimmerermeister, Fischwirt und Gemeinderat am Dienstag im »Brenner Bräu« einstimmig zu ihrem Kandidaten für die Kommunalwahlen am 16. März. Ebenfalls mit einstimmigen Wahlergebnissen wurden die Kandidaten der Gemeinderats- und Kreistagsliste beschlossen.

Thomas Resch (M.) will für die Freien Wähler Nachfolger von Toni Altkofer als Bürgermeister in Bischofswiesen werden. Das Bild zeigt den Bürgermeisterkandidaten mit Ortsvorsitzendem Josef Fegg (l.) und Wahlleiter Werner Schwab. Foto: privat

Nach kurzer Erläuterung des Nominierungsprozederes durch Ortsvorsitzenden Josef Fegg bestellte die Versammlung den ehemaligen Gemeinderat Werner Schwab zum Wahlleiter. Dann stellte sich Gemeinderat Thomas Resch kurz als Bürgermeisterkandidat vor. Der verheiratete Zimmerermeister hat ein Kind und ist seit über zehn Jahren selbstständiger Fischwirt. Aufgrund seiner Lebenserfahrung und Ausbildung sind ihm nach eigenen Angaben die Belange des Handwerks, der Landwirtschaft und des Tourismus sowie finanzwirtschaftliche Abläufe vertraut. Resch engagiert sich seit Jahrzehnten sozial und in Vorstandschaften verschiedener Vereine.

Anzeige

Nach seiner einstimmigen Nominierung bedankte sich Resch bei den ebenfalls nominierten Kandidaten, die durch ihr Engagement in der Kommunalpolitik die Gemeinde stärken und weiterentwickeln wollten. Reschs Dank galt ebenso Kaspar Stanggassinger, der nach 30 Jahren Gemeinderat eine große Lücke hinterlasse. Auch an den scheidenden Bürgermeister Toni Altkofer richtete Resch Worte des Dankes. Er stellte heraus, dass es Altkofer in der Vergangenheit gelungen sei, unter widrigsten haushaltspolitischen Umständen wichtige Großprojekte in der Gemeinde zu verwirklichen.

Die Arbeit der Freien Wähler im Bischofswieser Gemeinderat beschrieb Thomas Resch als gesunden Mittelweg zwischen den Blöcken der Großparteien, die einerseits aus ideologischen Gründen vieles ablehnen würden und andererseits vieles nur aus wirtschaftlichen Gründen genehmigten. Thomas Resch betonte die Unverzichtbarkeit von »Freien« Gemeinderäten und Bürgermeistern, die sich wehrhaft mit der Politik auseinandersetzen würden und nicht von Parteien gesteuert seien. Man wolle den erfolgreichen Weg der Freien-Wähler-Politik in Bischofswiesen fortführen und Projekte wie die Neugestaltung des Areals Rathaus-Feuerwehrhaus-Schule-Kirche verwirklichen. Ebenso müsse die Pflege des gemeindlichen Straßennetzes weiter vorangetrieben werden, da sonst die Folgekosten in Zukunft ungleich höher würden.

Für die Zukunft lieferte Resch einige Vorschläge, die er in den Tagen des Wahlkampfes konkretisieren will. Die Hauptherausforderung sieht er in der Konsolidierung des Haushalts. »Wir müssen runter von den Schulden – vor allem mit Blick auf unsere nächste Generation«, so der Bürgermeisterkandidat. Gleichzeitig müssten die Probleme rund um die Landwirtschaft und den Tourismus im Talkessel gelöst werden. »Hier sehe ich Synergieeffekte, die ganz Berchtesgaden bereichern und zukunftsfähig machen können.«