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Terroristen wollen Angst verbreiten

Kerzen, Blumen, Postkarten. All das brachten Menschen am Freitag zu einer Straße in der Stadt Barcelona in Spanien. Sie erinnerten damit an die Opfer eines Anschlags, der dort am Donnerstag passiert war. Ein Lieferwagen raste in Gruppen von Menschen. Mehrere von ihnen starben, noch mehr wurden verletzt.

An die Opfer erinnern
Menschen brachten Kerzen, Blumen und Karten, um der Opfer des Anschlags zu gedenken. Foto: Francisco Seco/AP Foto: dpa

Kurz nach den Taten hat eine Terror-Gruppe im Internet erklärt, dass sie hinter dem Anschlag steckt. Die Gruppe nennt sich Islamischer Staat, kurz sagt man IS. Sie hat in den Ländern Syrien und Irak Gebiete erobert, verschiedene Länder kämpfen dort gegen sie.

Die Anhänger des IS sind extrem radikale Muslime. «Ihnen passt die Art und Weise nicht, wie wir in Europa leben», sagt der Terror-Experte Rolf Tophoven. Sie sind etwa dagegen, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben. Sie wollen nicht, dass Frauen im Sommer leicht bekleidet sind, dass man frei lebt und seine Meinung vertreten kann. «Das wollen sie zerstören», sagt Rolf Tophoven.

Bei ihren Taten berufen sich IS-Anhänger auf die Religion Islam. «Die IS-Anhänger glauben, dass sie die wahren Verfechter und Kämpfer dieser Religion seien», sagt Tophoven. Die meisten Muslime aber sind gegen den IS. «Die IS-Anhänger missbrauchen die Religion für terroristische Zwecke.»

IS-Anschläge gab es schon in mehreren Ländern in Europa. Doch was genau ist das Ziel solcher Anschläge? «Die Terroristen wollen andere Menschen in Angst und Schrecken versetzen», sagt der Experte. «Sie wollen zum Beispiel Menschen so sehr verängstigen, dass sie in bestimmten Ländern und Städten keinen Urlaub mehr machen.» Das schadet dann denjenigen, die damit Geld verdienen.

In Barcelona versammelten sich am Freitag Tausende Menschen auf einem großen Platz in der Stadt. Für eine Minute schwiegen sie, um an die Opfer des Anschlags zu denken. Auch der König von Spanien und der Chef der Regierung waren dabei. Hinterher applaudierten die Menschen für die Opfer. Viele riefen: «Wir haben keine Angst!»