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Tee und Kekse beim Präsidenten

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Präsident
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Kinder und Jugendliche sitzen mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau an einem fein gedeckten Tisch. Foto: Wolfgang Kumm/dpa Foto: dpa

Eine Einladung vom Präsidenten bekommt nicht jeder. Doch 13 Kinder und Jugendliche durften ihn am Weltkindertag besuchen. Zusammen sprachen sie über ein wichtiges Thema: die Rechte von Kindern.


Mit rosa Mütze und dicker blauer Jacke stapft die zehn Jahre alte Sena Özisik vor die hohen Schlosstüren. Dort, im Schloss Bellevue in der Hauptstadt Berlin, arbeitet der Bundespräsident! »Klopf, klopf«. Der Präsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender öffnen die Türen. »Halloooo! Herzlich willkommen«, ruft der Präsident. »Schön, dass ihr da seid!«

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Sena ist am Mittwoch zusammen mit zwölf anderen Kindern und Jugendlichen beim Präsidenten gewesen. Denn es war Weltkindertag! So eine Einladung ist etwas Besonderes. Sonst werden im Schloss meist Staatsgäste aus anderen Ländern empfangen. Die Kinder und Jugendliche setzten sich an einen fein gedeckten Tisch. Es gab Tee und Kekse.

Der Präsident sprach mit seinen Gästen über ein wichtiges Thema: den Schutz von Kindern. Denn vor 30 Jahren wurde eine wichtige Liste mit einem komplizierten Namen verabschiedet: die Kinderrechtskonvention. Darin sind die Rechte aufgeschrieben, die Kinder überall auf der Welt haben sollten.

Sena ist es wichtig, dass andere Kinder nicht ausgelacht oder beleidigt werden, etwa wegen ihrer Kleidung oder ihrer Herkunft. »Ich beobachte das öfter in der Schule und auch außerhalb«, erzählt die Zehnjährige dem Bundespräsidenten. 

Deswegen hat sie mit Mitschülern in ihrer Schule in der Stadt Bielefeld ein Projekt begonnen. In ihrer fünften Klasse haben alle ein großes Plakat unterschrieben. Darauf steht, dass jeder jeden respektiert. Auch Beleidigungen sind nicht erlaubt. Wer welche Rechte hat, hängt nun gut sichtbar im Klassenraum an einer Pinnwand. Sena sagt, in ihrer Klasse hielten sich alle daran. Sie findet: »Das könnte auch an anderen Schulen klappen!«

Der Bundespräsident und seine Ehefrau sind beeindruckt. »Nur wer die Kinderrechte kennt, kann sie auch berücksichtigen«, sagt er. Kinder sollten deshalb mutig sein und ihre Rechte einfordern.