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Tausende Muslime protestieren in Südasien gegen Schmähvideo

Dhaka/Islamabad/Kabul (dpa) - In den muslimisch geprägten Ländern Südasiens haben nach den Freitagsgebeten mehrere tausend Gläubige weitgehend friedlich gegen ein antiislamisches Schmähvideo aus den USA protestiert.

Bangladesch
In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka verhinderte die Polizei, dass die aufgebrachte Menge bis zur US-Botschaft ziehen konnten. Foto: Abir Abdullah Foto: dpa

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka skandierten rund 10 000 Demonstranten antiamerikanische Sprechchöre. Auch eine US-Flagge ging in Flammen auf. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und verhinderte, dass die Menschen bis zur US-Botschaft ziehen konnten.

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Mehrere hundert Menschen gingen in Pakistan auf die Straße. Auf Spruchbändern war unter anderem zu lesen: «Gotteslästerung hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.» In der Hauptstadt Islamabad kam es zu kleineren Handgreiflichkeiten zwischen Demonstranten und Polizisten. Kundgebungen wurden auch aus Karachi, Lahore und Peshawar gemeldet.

Im Nachbarland Afghanistan gab es in der Ostprovinz Nangarhar eine Protestaktion mit mehreren hundert Teilnehmern. Nach Angaben der Provinzregierung forderten die Demonstranten von der US-Regierung, die Produzenten des Schmähvideos zur Verantwortung zu ziehen. In der Hauptstadt Kabul waren aus Angst vor gewaltsamen Protesten die Sicherheitsvorkehrungen am Freitag massiv verstärkt worden.