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Tatverdächtiger stellt sich nach Fundstück der Polizei

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Der 27-Jährige wurde am Donnerstagabend nach einer öffentlichen Fahndung in Traunreut gefasst. Foto: dpa/Symbolbild

Irschenberg – Ein Unbekannter überfiel in der Nacht zum 20. April mit einem Messer eine Tankstelle am Irschenberg. Hoher Fahndungsdruck, akribische Ermittlungsarbeit und ein gefundener Rucksack führten nun zur Festnahme.


Gegen 1.30 Uhr war der maskierte Unbekannte in der nur einige hundert Meter von der A8 entfernt liegenden Tankstelle erschienen, bedrohte den Kassierer mit einem Messer und forderte die Herausgabe von Bargeld. Anschließend war er zu Fuß in Richtung der Autobahn-Anschlussstelle Irschenberg geflüchtet.

Zunächst gelang es trotz sofort eingeleiteter Großfahndung nicht, den Täter zu stellen und festzunehmen. Nach jetzigen Erkenntnissen war der Fahndungsdruck in der Tatnacht jedoch so hoch, dass der Tatverdächtige einen Rucksack mit seiner zwischenzeitlich gewechselten Tatbekleidung und der Tatwaffe in Bad Tölz ablegte, bevor er mit seinem Wagen weiter fuhr. Ein Anwohner fand diesen Rucksack später und gab ihn bei der Polizei Bad Tölz ab. Die dortigen Beamten stellten den Zusammenhang zur Tat her.

Nachdem sich Hinweise auf einen tatverdächtigen 28-jährigen Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech verdichteten, erlangten die Ermittler Erkenntnisse über dessen Aufenthalt in Österreich. Letztendlich traten die Beamten mit den Eltern des Gesuchten in Kontakt, diese wiederum überzeugten ihren Sohn, sich der Polizei zu stellen.

Die Staatsanwaltschaft München II hatte im Vorfeld bei Gericht bereits einen Haftbefehl gegen den 28-Jährigen erwirkt, der junge Mann stellte sich schließlich am Sonntagvormittag und räumte in einer Vernehmung bei der Kripo Miesbach die Tat ein.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd