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»Tatort«: Sieben Kommissare improvisieren zwei Tage

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Am Improvisations-«Tatort» waren beteiligt: Charly Hübner, Ben Becker, Anna Schudt, Jörg Hartmann, Friederike Kempter, Nicholas Ofczarek, Elena Uhlig, Friedrich Mücke und Bjarne Mädel. Foto: WDR/Tom Tamborw Foto: dpa

Immer wieder dient der »Tatort« auch als Spielwiese für Experimente. Und nicht immer weiß man bei Drehbeginn, wie es am Ende ausgeht.


Köln (dpa) - An nur zwei Tagen hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) vergangene Woche einen ungewöhnlichen »Tatort« mit sieben Kommissaren abgedreht. Die Schauspieler, darunter Anna Schudt und Jörg Hartmann vom »Tatort« Dortmund, agierten ohne festes Drehbuch.

»Ohne die Profile der anderen Darsteller zu kennen, improvisierten die Akteure zwei Tage lang auf Basis ihrer Rollenprofile«, teilte der WDR in Köln mit. Der Arbeitstitel lautet »Gut und Böse«. »Unvorhersehbare Situationen beeinflussten den Fortgang des Krimiplots.« Und erst im Laufe der Dreharbeiten habe sich gezeigt, wer »gut« und wer »böse« gewesen sei.

In dem Film geht es darum, dass die sieben besten Kommissare aus Nordrhein-Westfalen in einem Tagungshotel bei Köln zusammenkommen, um eine beängstigende Mordserie an Polizisten zu beenden. Zu den Darstellern gehören Friederike Kempter vom »Tatort« Münster, Ben Becker, Charly Hübner, Bjarne Mädel, Friedrich Mücke, Nicholas Ofczarek, Jörg Ratjen und Elena Uhlig.

Der technische Aufwand mit 24 bemannten und zwölf unbemannten Kameras sei enorm gewesen, teilte der WDR mit. Zusammen hätten die Kameras 212 Stunden Film aufgezeichnet. Dieses Material müsse nun im Schnitt gesichtet und zu einem spannenden 90-minütigen Film verdichtet werden. Voraussichtlicher Sendetermin ist Neujahr. Regie führt Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte.