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Synchron in Perfektion

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Beim Synchron-Eiskunstlaufen kommt es auf gleichmäßig aufeinander abgestimmte Aktionen von 16 Läuferinnen an. (Fotos: Wechslinger)
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Ashley Carlson war eine erfolgreiche Synchron-Eiskunstläuferin und ist seit sieben Jahren Sportdirektorin und Cheftrainerin des US-Teams vom Adrian College in Michigan.

90 Teams aus 17 Nationen kämpfen vom 26. bis 28. Januar in der Eisarena im Salzburger Volksgarten um den Sieg beim Synchron-Eiskunstlaufen. Der Mozartcup ist eine der größten Veranstaltungen in dieser Disziplin. Beim Synchron-Eiskunstlaufen führt ein Team mit 16 zumeist weiblichen Läuferinnen bei ausgewählter Musik verschiedene Schritte, Formationen und Sprünge vor. Der Wettkampf ist wie im Einzel- und Paarlauf in zwei Wettkampfteile geteilt, in ein Kurzprogramm und eine Kür.


Der »Berchtesgadener Anzeiger« hatte die Gelegenheit, mit der Cheftrainerin des favorisierten Teams aus Michigan, Ashley Carlson, während des Trainings in Berchtesgaden ein Gespräch über die Sportart zu führen. Carlson gewann als Aktive eine Goldmedaille und führte das Team des Adrian College in Michigan zur Weltspitze.

Wie war Ihr Werdegang im Synchron-Eiskunstlauf?

Ashley Carlson: Ich war selbst bis 2007 viele Jahre aktive Synchron-Eiskunstläuferin. Jetzt bin ich in der siebten Saison Direktorin am Adrian College in Michigan für den Synchron-Eiskunstlauf.

Woher kommen Ihre Läuferinnen?

Carlson: Sie kommen aus den verschiedensten Bundesstaaten und studieren am Adrian College in Michigan. Eine Aktive kommt sogar aus Kanada.

Sind Sie zum ersten Mal in Salzburg und was sagen Sie zur Gegend?

Carlson: Ich bin zum ersten Mal in Salzburg, wo es mir sehr gut gefällt. Aber auch hier in Berchtesgaden ist es sehr schön.

Haben Sie auch Zeit sich etwas anzusehen?

Carlson: Wir schauen uns natürlich die Drehorte von »Sound of Music« an, die muss man sehen, wenn man hier ist. Und wir werden auch einen Stadtbummel unternehmen.

Warum sind Sie zum Training nach Berchtesgaden gekommen und wie waren die Bedingungen?

Carlson: Das haben die Veranstalter organisiert. Das Eis in Berchtesgaden ist sehr gut, meinen Mädchen hat das Training hier gefallen, auch wenn es in der Halle sehr kalt ist. Unsere nächste Trainingseinheit findet in Gmunden statt.

Worauf kommt es beim Synchron-Eiskunstlauf besonders an und wie oft trainieren Sie?

Carlson: Die Sportart erfordert ein hohes Maß an Disziplin. Es ist wie Ballett auf dem Eis, bei dem die Choreografie exakt stimmen muss. Unsere Mädchen trainieren nicht nur auf dem Eis, sie gehen auch in die Kraftkammer und ins Ballett. Wir trainieren fünf bis sechs Tage in der Woche und zwei bis drei Stunden pro Einheit.

Worin liegt die Faszination bei Ihrer Sportart?

Carlson: Es ist das perfekte Zusammenspiel aller 16 Läuferinnen, die als ein eingeschworenes Team auftreten. Das Team demonstriert verschiedene Schritte und Formationen zu ausgewählter Musik. Dabei kommt es auf Synchronität und Präzision an. Aber auch das Tempo, technische Schwierigkeiten der Programme, die Interpretation der Musik und die Ausdrucksstärke der Läuferinnen spielen bei der Bewertung eine Rolle.

Welche Chancen rechnen Sie sich am Wochenende beim Mozartcup aus und woher kommen Ihre größten Konkurrenten?

Carlson: Ich denke wir können gewinnen. Aber auch die Teams aus Finnland und Kanada sind sehr stark. cw