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»Supertalente« stellten sich vor

Unser Foto zeigt (v. l.) die »Supertalente« Hannah Unterreitmeier, Anna-Maria Schuhböck, Magdalena Brandl, Andreas Schatz, Tobias Huber und Julia Schuster. (Foto: Kaiser)

Als »Supertalente 2013 und junge Kulturträger Traunsteins« stellte Georg Holzner sechs Schülerinnen und Schüler der Musikschule Traunstein vor. Vier von ihnen waren vom Förderverein »Freunde der Musik« mit Preisen bedacht worden, zwei erhielten beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« in Nürnberg eine Auszeichnung. Sie bescherten den Zuhörern im leider nur spärlich besetzten Kulturzentrum Traunstein einen liebenswerten und spannenden Konzertabend.


Den im Vorjahr ausgelobten Anerkennungspreis hatte die gerade mal neun Jahre alte Geigerin Julia Schuster, Schülerin von Andrea Brucker, bekommen. Sie bedankte sich dafür mit dem ersten Satz aus dem Violinkonzert G-Dur von Antonio Vivaldi, den sie ganz entspannt und mit gesundem Rhythmusgefühl spielte. Der dritte Preis des Fördervereins ging an den Michael Alf-Schüler Andreas Schatz, der auf dem Blüthner-Flügel ganz im Stil seines Lehrers den »Boogie Woogie Stomp« von Albert Ammons ablieferte und von Scott Joplin den »Maple Leaf Rag«, vielleicht eine Idee zu schnell für einen traditionellen Ragtime.

Magdalena Brandl an der Querflöte als zweite Preisträgerin brachte den »Reigen seliger Geister« von Christoph Willibald Gluck mit ausgekosteten Melodiebögen und schwingendem Flötenton zum Vortrag. Der erste Preis ging zu Recht an den Gitarristen Tobias Huber (Lehrer: Andreas Wimmer), der auf seiner angenehm verstärkten Akustikgitarre »Hotel California« von den Eagles und »One Time Swing« von David Qualey, ganz nahe an der Gestaltung durch den Komponisten, elegant in der Haltung und souverän in der Gestaltung vortrug.

Nach diesen Förderpreisträgern ehrte der Verein noch zwei junge Damen, die den dritten Preis beim Wettbewerb »Jugend musiziert« erreicht haben. Anna-Maria Schuhböck (Klarinette) und ihre Klavierpartnerin Hannah Unterreitmeier, unterrichtet von Gabi Oder und Maria Bittel, der auch für die Begleitung der Geigerin und der Flötistin am Flügel gedankt werden muss. Die beiden brachten »Der Sanguiniker« und »Der Choleriker« aus der Sonatine »Temperamente« von Günther Habicht und von Heinz Both den »High School Dixie« zu Gehör, allesamt Stücke in gehobenem Schwierigkeitsgrad. Man hörte in ihrer Interpretation die Charaktere der beiden Typen deutlich heraus, und der Dixie hatte schon den rechten Drive. Engelbert Kaiser