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Suche mit Hubschraubern und Lawinen-Radar am Watzmann erfolglos: Vermisster 21-Jähriger bleibt spurlos verschwunden

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Königssee: Vermisstensuche am Watzmann nach 21-jährigem Trailrunner weiter erfolglos – Hubschrauber mit Suchradar und Bergwacht
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Foto: BRK BGL
Watzmann: Vermisstensuche nach 21-jährigem Trailrunner – Großeinsatz von Polizei und Bergwacht am Watzmann/Königssee
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Die Suche nach dem 21-Jährigen läuft. Derzeit liegt am Watzmann noch mehr Schnee als auf diesem Foto, das von einem Rettungseinsatz vor einigen Tagen stammt. Aufgrund der Sicht und der Wetterverhältnisse kann derzeit kein Hubschrauber eingesetzt werden. Wer hat den jungen Mann am Wochenende am Berg gesehen? (Foto: Montage; l. BRK BGL, r. Polizei Polizei Berchtesgaden)

Schönau am Königssee/Ramsau – Die Suche nach dem bereits seit letzten Freitag am Watzmann vermissten 21-jährigen Trailrunner läuft vorerst nicht mehr weiter: Auch nach intensiven Sucheinsätzen mit zwei Hubschraubern am Mittwoch fehlt von Valentin Wappler aus dem Kreis Augsburg jede Spur. Der junge Mann wird nun bereits knapp eine Woche vermisst. Der erfahrene Bergläufer wollte offenbar eine »andere« Route als gewöhnlich auf den Berg nehmen. Seit Sonntag wird unter schwierigen Bedingungen nach ihm gesucht.


Update vom Donnerstag:

Die österreichische Flugpolizei hat am Mittwoch die Bergwacht Ramsau bei der Suche nach dem im Watzmann-Gebiet vermissten 21-jährigen Trailrunner mit einem so genannten Recco-SAR-Suchsystem unterstützt, das am Tau unter dem Heli montiert ist und selbst noch aus größerer Entfernung eine Ortung von Recco-Rettungs-Reflektoren ermöglicht.

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Die Besatzung der Tiroler Einsatzmaschine flog das Gebiet rund um den Mooslahnerkopf, den Kleinen Watzmann, die Wiederroute, den Watzmanngrat und Teile der Ostwand und der Westwand ab.

Zusätzlich setzte die Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundespolizei mehrere Bergretter am Hocheck und an der Mittelspitze ab, um die Hocheckhütte und das Gipfelbuch zu kontrollieren. Die Hütte war leer und an der Mittelspitze befand sich kein Gipfelbuch im Kasten.

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Foto: BRK BGL

Der viele Neuschnee der letzten Tage erschwert die Suche zu Fuß und aus der Luft, da die Einsatzkräfte nicht ohne erhebliches Risiko ins Steilgelände können und viele relevante Bereiche überhaupt nicht einsehen können. Daher ist die Suche seit Mittwochabend vorerst unterbrochen und wird erst wieder fortgesetzt, wenn es konkrete neue Hinweise gibt oder der Schnee wieder weggetaut ist.

Das Recco-System zur Suche nach Lawinen-Verschütteten arbeitet mit passiven Reflektoren (Halbleiter wie in elektronischen Geräten) und aktiven Recco-Suchgeräten nach dem Prinzip des Harmonischen-Radars. Die Reflektoren benötigen keine eigene Energieversorgung und können daher kostengünstig in Wintersportbekleidung und -ausrüstung eingebaut werden.

Das System basiert auf dem Prinzip der Frequenzverdopplung durch eine Halbleiterdiode, wie sie zum Beispiel auch in Handys vorkommt. Die maximale Reichweite des Recco-Systems beträgt laut Hersteller 200 Meter an der Oberfläche und 30 Meter bei der Suche im Schnee. Das Suchsystem kann von Hubschraubern aus eingesetzt werden. Vom Suchgerät werden Funksignale ausgesendet, die von den Halbleitern zurückgeworfen werden.

Bilder vom Sucheinsatz am Mittwoch:

Update vom Dienstag:

Nach der erfolglosen Suche am Sonntag waren die Einsatzkräfte der Bergwachten Ramsau und Berchtesgaden, der BRK-Wasserwacht und der Polizei auch am Montag unterwegs, um weiter nach dem im Watzmann-Gebiet vermissten 21-jährigen Trailrunner zu suchen.

Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern, das Team des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau und die Katastrophenschutz-Behörde im Landratsamt unterstützten die Suche mit einem Helikopter und Drohnen aus der Luft, konnten den Vermissten aber bisher nicht finden.

Die Besatzung von „Edelweiß 2“ setzte Einsatzkräfte an den Gipfeln des Kleinen Watzmanns (Watzmannfrau) und des 4. Kinds ab. Leider konnten dort keine Einträge des Vermissten in den Gipfelbüchern gefunden wurden und das Wandbuch in der Wiederroute ist aktuell wegen des vielen Neuschnees nicht erreichbar.

Die Wasserwacht und die Bergwacht gingen zu Fuß den in vielen Abschnitten verfallenen Steig im Königssee-Ostufer zwischen Seelände, Wasserfall, Kessel und Salet ab und suchten zusätzlich das komplette Ostufer vom Boot aus ab. Die Bergwacht tankte den Heli mit ihrem Kerosinanhänger wieder auf, bevor auch die Suchaktion am Montag ohne weitere Erkenntnisse abgebrochen werden musste.

Wer kann einen Hinweis auf den Verbleib des 21-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg geben? Wer hat ihn gesehen? Die Polizei Berchtesgaden, Telefon 08652/94670, bittet um Hinweise.

Vorbericht:

»Der junge Mann schrieb seiner Mutter am Freitag um 13.30 Uhr, dass er nun aufbreche. Seitdem gibt es keinen Kontakt mehr«, berichtete der Berchtesgadener Polizeibeamte Gerhard Benischke dem »Berchtesgadener Anzeiger« bereits am Sonntagvormittag. Die Suche nach dem Bergsteiger läuft seit Sonntagfrüh – wegen Schneefall, Nebel und stellenweise hüfthohem Schnee unter erschwerten Bedingungen.

Bekannt ist nur, dass er am Hammerstiel-Parkplatz sein Auto abgestellt hat und nicht über den Normalweg auf den Watzmann gehen wollte. Der junge Mann reiste am Freitag alleine von München aus an, um den Watzmann zu besteigen. Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dürfte er sich entweder im Bereich der Wiederroute (Kleine Ostwand) oder des kleinen Watzmanns (Watzmannfrau) befinden.

Der Vermisste ist wahrscheinlich mit einer braunen Berghose, einer orangen Daunen-Regenjacke und mit Bergschuhen bekleidet. Nachdem gestern bereits mehrere Suchmannschaften der Bergwacht in Einsatz waren, wird heute versucht, bei einsprechenden Sichtverhältnissen auch mit dem Hubschrauber und einer Drohne im tief verschneiten Watzmann-Gebiet weiter zu suchen. Wer Hinweise auf den Aufenthalt des Vermissten geben kann, soll sich unter der Telefonnummer 08652/9467-0 an die Berchtesgadener Polizei wenden.

Der 21-jährige Valentin Wappler war am Freitag von München nach Berchtesgaden gefahren. Während der Fahrt telefonierte er noch mit seinem Vater und sagte, er wolle den Watzmann besteigen. Jedoch nicht auf dem »Normalweg«, sondern »anders«. Er stellte seinen Wagen am Hammerstielparkplatz ab. Dann schickte er die Nachricht an seine Mutter. Seitdem gibt es kein Zeichen mehr von ihm.

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Foto: BRK BGL

Es handelt sich bei dem Vermissten um einen erfahrenen Trailrunner, der bereits die Watzmannüberschreitung an einem Nachmittag gegangen ist. »Da er seine Laufschuhe in seinem Auto zurückgelassen hat, gehen wir davon aus, dass er seine richtigen Bergschuhe trägt«, so Benischke.

Rund 30 Einsatzkräfte der Bergwachten Ramsau und Berchtesgaden, des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau und der BRK-Wasserwacht Berchtesgaden suchten auf Anforderung der Polizei den Sonntag über das Watzmann-Gebiet zu Fuß, mit einer Drohne und mit Ferngläsern ab, wobei Nebel, Schneefall und stellenweise hüfthoher Schnee die Suche erheblich erschwerten.

Sie kontrollierten die Almen und Schutzhütten und mehrere Gipfel- und Wandbücher, fanden aber keine konkreten Hinweise auf den Vermissten. »Die Spuren sind zugeschneit und für den Hubschrauber ist es derzeit zu neblig«, so der Polizeibeamte. Eine Handyortung sei auch nur aus der Luft möglich und war somit am Sonntag nicht machbar.

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Foto: BRK BGL

Die BRK-Wasserwacht suchte den Rinnkendlsteig vom Wasser aus per Fernglas ab und brachte Einsatzkräfte per Boot nach Sankt Bartholomä, die über die Eiskapelle in Richtung Ostwand-Einstieg und über den Neiger nach Salet gingen. Weitere Trupps stiegen zum Mooslahnerkopf und weiter in Richtung Kleiner Watzmann auf, wobei sie wegen der widrigen Verhältnisse auf Höhe des Gendarms umkehren mussten. Im Watzmannkar und in Richtung der Watzmannkinder kamen die Trupps aufgrund des zum Teil hüfthohen Schnees nur sehr langsam voran.

Eine zusätzliche Mannschaft war am Watzmannhaus (Falzkopf) und in Richtung Hocheck unterwegs; weitere Einsatzkräfte im Wimbachgries, am Südspitz-Abstieg und im Gebiet zwischen Kühroint, Herrenroint, Schapbach, Grünstein-Abstieg und Mitterkaseralm, wobei sie aus der Luft vom Drohnen-Team des Technikbusses unterstützt wurden. Der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht kümmerte sich während der Suche um die Eltern des Vermissten.

Die Suchaktion wird heute fortgesetzt. Bei entsprechenden Sichtverhältnissen werden auch ein Hubschrauber und eine Drohne zum Einsatz kommen, um im tief verschneiten Watzmanngebiet weiter nach dem Vermissten zu suchen.

Wer kann einen Hinweis auf den Verbleib des 21-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg geben? Wer hat ihn gesehen? Die Polizei Berchtesgaden, Telefon 08652/94670, bittet um Hinweise.

Annabelle Gabriel/red/BRK BGL