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Sturm will in Krefeld »noch einmal genießen«

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Marco Sturm
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Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm freut sich auf seinen Abschied beim Deutschland Cup. Foto: Marcel Kusch Foto: dpa

Nach drei - sehr erfolgreichen Jahren - geht in Krefeld die Ära von Eishockey-Bundestrainer Sturm zu Ende. Der Deutschland Cup wird für den künftige NHL-Assistenzcoach zum Abschiedsturnier. Die Spieler können Sturms Abschied nachvollziehen.


Krefeld (dpa) - Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm freut sich auf seinen Abschied beim Deutschland Cup. »Ich will mich schön verabschieden und das noch einmal genießen«, sagte der 40-Jährige vor dem ersten Turnierspiel heute gegen Russland (19.00 Uhr).

Das traditionelle Vier-Nationen-Turnier findet nach zuletzt drei Jahren in Augsburg erstmals in Krefeld statt. Weitere Gegner sind am Samstag die Schweiz (13.30 Uhr) und am Sonntag die Slowakei (14.30 Uhr).

Bereits am Montag fliegt Sturm nach Los Angeles, wo er beim NHL-Team der Kings neuer Assistenzcoach wird. Damit geht für den deutschen NHL-Rekordspieler ein Traum in Erfüllung. Sturm will auf Sicht einen Cheftrainerposten in der besten Liga der Welt bekommen. Sein Vertrag in Los Angeles läuft drei Jahre. Die Kings hatten Sturm erst in der vergangenen Woche kontaktiert und sich am Wochenende nach schlechtem Saisonstart von Chefcoach John Stevens getrennt und diesen durch Willie Desjardins ersetzt.

»Das tut natürlich auch weh. Wir haben etwas Wundervolles gestaltet, und das werde ich mein Leben lang nicht vergessen«, sagte Sturm über seinen kurzfristigen Abschied von Nationalteam, dessen Coach er 2015 völlig überraschend ohne Erfahrung als Trainer geworden war. Sturm führte die DEB-Auswahl jedoch in die erweiterte Weltspitze und sensationell im Februar zur olympischen Silbermedaille.

»Was wir nicht voraus gesehen haben, ist Olympia. Das hat für uns alle und mich persönlich einiges verändert«, sagte Sturm zum gestiegenen Interesse aus Nordamerika vor allem an ihm. Das Feedback der Nationalspieler sei trotz des Verlusts positiv gewesen. »Auch wenn es weh tut - so wurde es mir zumindest gesagt - können dies alle verstehen«, berichtete Sturm, dem um die Zukunft im deutschen Eishockey nicht bange ist: »Es ist noch genügend Potenzial in dieser Mannschaft.« Als Nachfolger wünscht sich der Ex-Stürmer wieder einen deutschen Trainer. »Das Feedback war so, das meine Spieler es sehr genossen gaben, das wieder deutsch gesprochen wurde«, sagte der Nachfolger des glücklosen Pat Cortina.

Der DEB will in unterschiedlichen Gremien am Rande des Turniers nun das weitere Vorgehen bei der Suche nach einem Nachfolger besprechen.

DEB-Mitteilung zum Deutschland Cup

DEB-Mitteilung zum Sturm-Wechsel

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