weather-image
12°

Streit um Waffen in den USA

0.0
0.0
Protest gegen Waffengewalt
Bildtext einblenden
Diese Menschen protestierten am Montag gegen Waffengewalt. Foto: Erik Mcgregor/Pacific Press via ZUMA Wire/dpa Foto: dpa

In seinem Hotelzimmer lagen mehrere Gewehre herum. Auch in seinem Haus fanden Polizisten Schusswaffen und jede Menge Munition. Im Land USA sprechen gerade viele Leute über einen Mann namens Stephen Paddock.


Er soll am Sonntagabend in der Stadt Las Vegas viele Menschen getötet und noch viel mehr verletzt haben. Auch Stephen Paddock selbst kam an dem Abend ums Leben. Viele fragen sich nun: Warum hat er das bloß getan? Doch das war zunächst noch nicht klar.

Auch eine andere Frage beschäftigt seit der Tat wieder viele Menschen in Amerika: Warum hatte der Mann so viele und teilweise große Waffen? Dieses Thema sorgt in den USA immer wieder für Streit.

In dem großen Land kommt es regelmäßig zu Taten mit Schusswaffen. Reporter zählten in den Vereinigten Staaten von Amerika Hunderte Schießereien, und zwar allein in den letzten 16 Monaten.

Ein Grund dafür könnte sein: In den USA ist es viel einfacher als bei uns, sich Waffen zu besorgen. In den wichtigsten Regeln des Landes steht an einer Stelle: Das Volk in den USA hat das Recht, Waffen zu tragen und zu besitzen. Dieses Recht dürfe man nicht einschränken.

Die Waffen-Gegner sehen das anders. Sie sagen: Hätten die Leute weniger Waffen, würde es zu weniger solcher Taten kommen. Nach dem Angriff in Las Vegas forderten Politiker erneut strengere Gesetze. Ein bekannter Moderator sagte am Montagabend: «Kein amerikanischer Bürger braucht ein Maschinengewehr oder gleich zehn davon.» Doch viele Waffenbesitzer wollen sich nicht einschränken lassen.

Präsident Donald Trump hat schon häufiger deutlich gemacht, dass er sich für die Rechte von Waffenbesitzern einsetzen möchte. Eine Sprecherin der Regierung sagte nun: Es sei voreilig, schon jetzt über Waffen-Gesetze zu sprechen. Erst mal müsse man herausfinden, was genau in Las Vegas passiert sei.