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Streit um Baumstämme im Nationalpark Berchtesgaden

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Justitia
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Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Das Oberlandesgericht München verhandelte am Mittwochnachmittag die Frage, ob der Freistaat Bayern herumliegende Bäume im Nationalpark Berchtesgaden entfernen muss.


Update, 16.40 Uhr: Freistaat muss umgestürzte Bäume nicht beseitigen

Umgestürzte Bäume im Nationalpark Berchtesgaden müssen nicht vom Freistaat Bayern entfernt werden. Dies hat am Mittwoch das Oberlandesgericht München klar gemacht. Daraufhin zog ein Landwirt, der seine Weiderechte auf drei Almen im Nationalpark durch die herumliegenden Bäume stark beeinträchtigt gesehen hatte, seine Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Traunstein zurück. Dieses hatte dem Kläger lediglich zugestanden, dass er die Bäume selbst beseitigen darf.

Der Freistaat sei jedenfalls nicht verpflichtet, die Bäume zu beseitigen, erklärte am Mittwoch der Vorsitzende Richter Kilian Brodersen. Es gebe allenfalls einen Anspruch darauf, dass die Almwiesen so erhalten würden, dass die Tiere satt würden und sich unterstellen könnten. Wie der Freistaat das sicherstelle, sei aber etwas, was der Weidehalter dem Eigentümer nicht vorschreiben könne.

Der Landwirt hatte kritisiert, die herumliegenden Bäume stellten unüberbrückbare Barrieren für sein Vieh dar. Außerdem bestehe Verletzungsgefahr für die Tiere. Die Baumstämme stammen aus Windwürfen, Borkenkäferbefall und teils auch aus Fällungen des Freistaats. dpa

Erstmeldung:

München – Der Kläger sieht seine Weiderechte auf drei Almen im Nationalpark unzumutbar stark beeinträchtigt. Die Baumstämme seien unüberbrückbare Barrieren für das Vieh. Außerdem bestehe Verletzungsgefahr für die Tiere. Das Landgericht Traunstein hatte dem Kläger in erster Instanz nur zugestanden, dass er die Bäume selbst beseitigen darf. dpa

Wir halten Sie über das Ergebnis der Verhandlungen auf dem Laufenden.