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Strategie für AlpenCongress gefordert

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Berchtesgaden: TRBK fordert Strategie für AlpenCongress
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Die TRBK will in nächster Zeit eine Strategie für eine bessere Vermarktung des AlpenCongress entwickeln. (Foto: Ulli Kastner)

Berchtesgaden – Eigentlich ging es am Donnerstag im Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) nur um die Jahresrechnung 2018 und die Entlastung von Vorsitzendem und Geschäftsführung. Doch dann entwickelte sich noch eine Diskussion, in der Dr. Bartl Wimmer (Berchtesgaden), Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, eine Strategie zum Betrieb des AlpenCongress sowie eine bessere Kontrolle der BGLT-Ausgaben anmahnte. Deren Mehrheitsgesellschafter ist die TRBK.


Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband hatte dem Jahresabschluss 2018 der TRBK den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Das Betriebsergebnis mit einem Verlust von 737.000 Euro verbesserte sich um 48.000 Euro. Nach Berücksichtigung der Finanzerträge ergibt sich im Jahr 2018 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 744.000. Das bedeutet eine Ergebnisverbesserung um 35.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1,096 Millionen Euro auf 13,65 Millionen Euro.

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Dr. Bartl Wimmer kritisierte als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, dass der 7,3 Millionen teure Umbau des Kongresshauses ohne klare Zukunftsstrategie stattgefunden habe. Nun solle man sich endlich Gedanken darüber machen, wie es mit dem AlpenCongress weitergeht.

Außerdem sei dem Bericht der Wirtschaftsprüfer zu entnehmen, dass es in der BGLT keine internen Kontrollen gebe. »Wir stecken schließlich jährlich 4 Millionen an öffentlichen Geldern in die GmbH. Das kann ohne Kontrolle durch die Gesellschafter so nicht gehen.«

Das Thema AlpenCongress werde man in Kürze angehen, versicherte Vorsitzender Hannes Rasp. Genauso werde man sich mit Kontrollmöglichkeiten der BGLT-Finanzen befassen. Rasp: »Ich hoffe, dass es die anderen Gesellschafter genauso sehen.«

Der Zweckverband stellte die Bilanzsumme und den Jahresverlust einstimmig fest. Eine Gegenstimme (Thomas Janzen) gab es gegen die Entlastung des Vorsitzenden und der Geschäftsführung. Janzen hatte zuvor kritisiert, dass sich mit dem Thema nicht noch der alte Zweckverband befasst habe. Als neuer Verbandsrat habe man hier zu wenig Einblick.

Ulli Kastner