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Steueraffäre: Hoeneß wehrt sich gegen neue Vorwürfe

Zurückweisung
Uli Hoeneß hat auf die neuen Vorwürfe öffentlich reagiert. Andreas Gebert Foto: Andreas Gebert Foto: dpa

München (dpa) - Uli Hoeneß setzt sich gegen erneute Vorwürfe in seiner Steueraffäre zur Wehr. Dem Magazin «stern» zufolge sollen sich in den Jahren vor 2008 Werte von mehr als 500 Millionen Schweizer Franken (rund 400 Millionen Euro) auf dem Depotkonto von Hoeneß in der Schweiz befunden haben.


Die Rechtsanwälte der Kanzlei Nesselhauf leiteten im Auftrag des Bayern-Präsidenten juristische Schritte ein. Der Vereinspräsident und Bayern-Aufsichtsratschef wies die Anschuldigungen zurück.

Der «stern» beruft sich auf einen nicht namentlich genannten Hinweisgeber, der sich über einen Anwalt an die Münchner Staatsanwaltschaft gewendet habe. Diese wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Hoeneß sagte «Bild.de»: «Absurde Unwahrheiten! Je mehr man diese Dinge wiederholt, werden sie nicht wahrer. Ich habe mir vorgenommen, jetzt dagegen vorzugehen. Ich habe gestern Abend meinen Anwalt Nesselhauf in Hamburg beauftragt, gegen diesen Wahnsinn vorzugehen, eine Verleumdungsklage einzuleiten.»

Die Staatsanwaltschaft München hatte Ende Juli nach monatelangen Ermittlungen Anklage gegen Hoeneß erhoben. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Der 61-Jährige hatte sich im Januar selbst beim Finanzamt wegen Steuerhinterziehung angezeigt. Er habe Einkünfte von einem Konto in der Schweiz verschwiegen.