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»Stay Around«: Posthumes Album vom großen J.J. Cale

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J.J. Cale
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Immer auf dem Weg nach Tulsa: J.J. Cale Foto: Stephane Sednaoui Foto: dpa

Er war der entspannteste und lässigste unter allen Popstars, eben weil er gar kein Star sein wollte. J.J. Cale war komplett uneitel und ganz auf seine Musik fokussiert. Jetzt gibt es Neues vom Mann aus Tulsa.


Berlin (dpa) - Im Juli 2013 starb der Gitarrist und Sänger J.J. Cale, der Welthits wie »Cocaine« oder »After Midnight« geschrieben hat. Jetzt legt seine Witwe und langjährige Partnerin, die Gitarristin Christine Lakeland, ein Album mit bislang unveröffentlichten Songs von Cale vor. »Stay Around« (Because/Caroline International) heißt dieses unverhoffte posthume Geschenk an alle Fans, die auch diese 15 Tracks lieben werden.

J.J. Cale, der seit den 80er Jahren in Südkalifornien lebte, benötigte kein großes Tonstudio, keine riesige Produktion, sondern nahm seine Songs in minutiöser Kleinarbeit fast immer selbst auf. 2009 erschien sein letztes Album »Roll On«, und danach war einfach noch jede Menge Material vorhanden, das Christine Lakeland zusammen mit Cales langjährigem Manager Mike Kappus jetzt veröffentlicht.

J.J. Cales Gitarrenstil und seine unverwechselbaren Vocals sind ja längst Legende: »I like it a little funkier«, sagte er einmal. Daran hat er sich gehalten. Auf »Stay Around« finden sich noch einmal 15 fein austarierende Songs, die perfekt arrangiert und aufgenommen sind. Das war harte Arbeit, die bei Cale aber immer lässig daherkommt. Ein Song wie »Winter Snow« ist immer noch eine Offenbarung, und der Titelsong »Stay Around« zeigt noch einmal, wie schön die Lovesongs dieses Mannes waren, der sich schon lange nichts mehr beweisen musste.

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