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Startschuss für Bypassoperation: Bahnhofskreisel wird gebaut

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Berchtesgaden: Kreisverkehr am Bahnhof wird gebaut – Startschuss für Bypassoperation
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Der Busbahnhof geht ab Montag auf dem Salinenplatz in Betrieb. Dort herrscht vorübergehend für alle anderen Verkehrsteilnehmer Fahrverbot. Die Fahrverbotszone ist durch drei Verkehrsschilder gekennzeichnet. (Foto: Vietze)

Berchtesgaden – Verkehrsteilnehmer müssen ab Montag tapfer sein: Der Bypass Richtung Ramsau für den Bahnhofskreisverkehr wird gebaut und der Busbahnhof wird bis zum 1. Dezember auf den Salinenplatz verlegt. Ganz ohne Behinderung funktioniert die Baumaßnahme nicht, wie die Marktgemeinde Berchtesgaden mitteilt.


Autofahrer dürfen den Kreisverkehr in nächster Zeit nur noch auf der Innenspur befahren, um die äußere Spur für die Bauarbeiten frei zu bekommen. Die Auftraggeber – die Marktgemeinde Berchtesgaden und das Staatliche Bauamt Traunstein – wollen zwar den Verkehr aufrecht erhalten, aber Verkehrsteilnehmer müssen trotzdem mit Verzögerungen rechnen, wenn sie mit ihrem Fahrzeug den Bahnhofskreisel passieren. Der fertige Bypass soll das aber wiedergutmachen: Die Wartezeiten an dem Kreisverkehr sollen sich künftig verkürzen.

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Der Bypass sollte laut einer Studie den Rückstau in der Spitzenstunde eines Sommertags auf dem sogenannten Arm 1 Richtung Ramsau von 410 auf 250 Meter verkürzen. Ein ähnliches Muster zeigt sich in den reinen Standzeiten der Fahrzeuge vor der jeweiligen Einfahrt in den Kreisel: Richtung Ramsau sollen es laut Studie statt 147 nur noch 60 Sekunden sein. Richtung Königssee statt 161 nur noch 49 Sekunden.

Für die Umsetzung ist das Planungsbüro »BPR Bad Reichenhall« zuständig. Auftraggeber dieses Bauprojekts sind die Marktgemeinde Berchtesgaden und das Staatliche Bauamt Traunstein. Sechs Bauphasen hat das Planungsbüro für den Bypass vorgesehen. »Jede Phase soll den Verkehrsteilnehmern weiterhin die Nutzung des Kreisverkehrs ermöglichen«, versichert Markus Hirscher von »BPR Bad Reichenhall«.

Die Bypassoperation soll frühestens bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Ob das funktioniert, hängt unter anderem von den Witterungsbedingungen ab. Die Kosten betragen rund 1,3 Millionen Euro.

Busbahnhof muss verlegt werden

Während der Baumaßnahme wird der Busbahnhof zum Salinenplatz verlegt. Der aktuelle Busbahnhof muss wegen der Baumaßnahme gesperrt werden. Derzeit finden am Salinenplatz die letzten Arbeiten für die einzelnen Bushaltestellen statt. Die Busse fahren ebenfalls ab Montag vom Salinenplatz ab. Abgesehen vom Standort ändert sich für die Busfahrer nichts, wie der RVO mitteilte. Fahrplan, Schienenersatzverkehr sowie die Anzahl der Buslinien bleiben bestehen.

Eine vorübergehende Änderung gibt es aber für die Nutzung des Salinenplatzes: Ab Montag gilt Fahrverbot, davon ausgenommen sind nur die Busse.

Hintergrund des Fahrverbots: Die Busse müssen auf dem Salinenplatz ohne Probleme rangieren können. Parkende Autos würden die Ausfahrt blockieren. Autofahrern, die ein Jahresparkticket haben und bislang ihr Fahrzeug auf dem Salinenplatz abgestellt hatten, rät Elke Lanzendörfer vom Ordnungsamt, in nächster Zeit den Obersalzbergparkplatz zu nutzen.

Berufstätige mit Parkticket dürfen ihren Wagen auf dem Mühlbach- oder auf dem Buchwinklerparkplatz abstellen. Ihre Parkschein-Daten sind im Ordnungsamt eingespeichert. »Deswegen sollten auch da keine weiteren Komplikationen eintreten«, sagt Elke Lanzendörfer.

Bis zum Ende des Jahres soll für die Parker aber alles wieder beim Alten sein. »Wenn es die Witterungsbedingungen zulassen, sollte der Busbahnhof ab Dezember wieder an alter Stelle sein«, sagt Hirscher. Die restlichen Bauarbeiten am Kreisverkehr bis zur endgültigen Fertigstellung werden sich allerdings noch einige Monate ins neue Jahr ziehen. Patrick Vietze

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