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Starke Leistung beim Dolomitenmann

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Das Team Riapsport zeigte beim Dolomitenmann eine starke Leistung. Zur Mannschaft gehörten (von links) Uwe Eichfelder, Filimon Abraham, Andi Huber und Pele Faßbender.

Bei der 32. Auflage des »härtesten Teambewerbes der Welt« zeigten die einheimischen Sportler trotz widriger Wetterbedingungen eine Top-Leistung und konnten sogar einige Profiteams hinter sich lassen.


Große Hektik herrschte vor dem Startschuss beim 32. Dolomitenmann in Lienz. Aufgrund der ungünstigen Wetteraussichten mussten die Veranstalter eine andere Streckenführung aus dem Hut zaubern. Aus diesem Grund ging der Berglauf nicht auf das 2441 Meter hoch gelegene Kühbodentörl, sondern »nur« auf den Lienzer Hausberg, den Hochstein.

Filimon Abraham erstmals im Team dabei

Für das einheimische Team Riapsport stand erstmals Filimon Abraham aus Traunstein an der Startlinie. Unlängst hatte der 26-Jährige den Großglocknerberglauf für sich entscheiden können und wurde deshalb auch als Profi gewertet. Selbstbewusst setzte sich der in Eritrea geborene Ausnahmeläufer von Beginn an in der Spitzengruppe fest. Für die 1500 Höhenmeter benötige Abraham 1:11 Stunde. Dies bedeutete Rang sechs. Abraham lag nur drei Minuten hinter dem Sieger Joseph Gray zurück.

Anschließend wurden die Gleitschirmflieger zeitversetzt mit der sogenannten »Gundersen-Methode« ins Rennen geschickt. Aufgrund der unsicheren Wettersituation sah die Flugaufgabe einen ersten Berglauf mit kurzem Flug vor. Nach der Zwischenlandung erfolgte ein erneuter Aufstieg und der zweite Flug in das Dolomitenstadion. Nicht alle Gleitschirmflieger kamen mit den schwierigen Bedingungen zurecht und konnten deshalb die Aufgabe nicht bewältigen.

Rasante Downhillstrecke bei den Mountainbikern

Pele Faßbender startete im Profifeld. Er versuchte, die Ausgangsposition so gut es geht zu verteidigen. 29 Minuten später auf Position 15 liegend übergab der Traunsteiner an Mountainbiker Andi Huber. Auch für den Ruhpoldinger war es bei seiner elften Teilnahme ungewohnt, so weit vorne zu starten und sich mit den besten Bergradspezialisten zu messen. Nach kräftezehrenden 1500 Höhenmetern stürzte sich der Ruhpoldinger in die rasante Downhillstrecke und konnte als Siebzehnter einer Wettkampfzeit von zwei Stunden an den Kajakfahrer übergeben. Diesen Part übernahm gewohnt routiniert Uwe Eichfelder.

Den Siebenmeter-Startsprung, die Aufwärtspassagen und die Eskimorolle kurz vor dem Zielausstieg meisterte der Münchner problemlos und benötigte dafür nur 44 Minuten. Mit seinem Boot im Schlepptau lief er für das Team Riapsport nach genau 4:25 Stunden über die Ziellinie. Unter dem Jubel von tausenden von Zuschauern wurde er von seinem Teamkameraden in Empfang genommen.

Mit dem 17. Gesamtplatz von 126 ins Rennen gestarteten Mannschaften zeigte sich Teamchef Andi Huber sehr zufrieden. »Noch nie waren wir soweit vorne«, jubelte er und ergänzte: »Wir waren ausgeglichen besetzt und dank der starken Berglaufzeit von Abraham konnten wir einige Profiteams hinter uns lassen. Da wir vier aber reine Amateure sind, wären wir gerne in dieser Klasse gestartet. Dann wäre sich heuer sogar ein Stockerlplatz ausgegangen.« pf