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St.-Andreas-Messe erstmals in Teisendorf

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Im Oktober jährte sich der Todestag des beliebten Laufener Komponisten und Kirchenmusikers Wolfgang Hein zum 20. Mal.


Ihm zu Ehren haben der Teisendorfer Kirchenchor und das Kirchenorchester, verstärkt durch die Bläsergruppe Rupertino Brass, in der Teisendorfer Pfarrkirche die von Hein komponierte Sankt-Andreas-Messe erstmals aufgeführt. Auch Instrumentalstücke für Bläser sowie Bläser und Orgel von Wolfgang Hein kamen zur Aufführung.

Anwesend waren auch die hochbetagte Witwe des Komponisten und seine Tochter, die sich beide sehr über das Gedenken an ihren verstorbenen Ehemann und Vater gefreut haben. Die hohe musikalische und klangliche Qualität von Chor, Orchester und Bläsergruppe unter der Leitung der Teisendorfer Kirchenmusikerin Cacilia Sommer mit Hermann Hogger an der Orgel machte die Aufführung zu einem wahren Erlebnis.

198 Kompositionen

Das kompositorische Werk des Laufener Chordirektors an der Stiftskirche Maria Himmelfahrt umfasst 198 Stücke von hoher musikalischer Qualität. Die St.-Andreas-Messe für Chor, Orchester und Bläser gehört mit zu den Höhepunkten seines schöpferischen Werkes. In ihr verbindet Hein in hervorragender Weise neobarocke, romantische und moderne Elemente zu einem beeindruckenden, musikalischen Gesamtwerk.

Man muss die Messe mit Sicherheit öfter hören, damit sich ihre volle Klangwelt erschließt. Dennoch gibt es viele Elemente, die bereits beim ersten Mal tief nachwirken; so die Geigensoli zu Beginn von Sanctus und Agnus Dei, die mit den einsetzenden Frauenstimmen ineinanderfließen, der Jubelgesang von Chor und Orchester am Schluß des Glorias als erlösender Kontrast zu dem fast erzählenden und nüchternen Anfang, oder das Kyrie, das mächtig und energisch beginnt, bevor es dann in ein leises, demütiges Flehen um Vergebung übergeht. Es sind gerade diese Kontraste, die fesseln und der Eintönigkeit vorbeugen.

Weit über Laufen hinaus

Das Wirken von Wolfgang Hein geht weit über Laufen und die Region diesseits und jenseits der Grenze hinaus. Dass Ehrungen von höchster Stelle nicht ausbleiben konnten, ist fast selbstverständlich. So hat Wolfgang Hein 1988 das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten und die Stadt Laufen ehrte ihn 1990 mit der Verleihung der Bürgermedaille. 1996 war er Ehrenmitglied der Laufener Musikfreunde geworden.

Die Aufführung seiner St.- Andreas Messe in der Pfarrkirche, die unter dem Schutz des heiligen Andreas steht, kurz nach seinem 20. Todestag (Hein ist am 10.Oktober 1999 gestorben) war die Hommage der Teisendorfer Kirchengemeinde an den Kirchenmusiker und bekennenden Christen Wolfgang Hein.

Dazu nicht ganz unpassend waren die Predigtworte von Pfarrer Martin Klein: »Wir haben alle die Chance, Heilige für diese Welt zu sein. Es muss nicht radikal und unerreichbar sein, was wir bewirken wollen. Wir können auch im Kleinen beginnen, die Welt um uns herum zu verbessern. Wolfgang Hein hat es mit der Musik versucht und es ist ihm hervorragend gelungen. kon