weather-image
25°

Spendenbüchse für Skitourengeher

3.8
3.8
Bildtext einblenden
Am Hirschkaser soll eine Informationstafel mit einer Sammelbüchse für freiwillige Spenden der Tourengeher aufgestellt werden. (Archivfoto: Mergenthal)

Ramsau/Bad Reichenhall – Etwas Schnee ist in den Bergen schon gefallen, für große Skitouren reicht es natürlich noch nicht. Dennoch wies Reinhard Eichinger aus Piding, Umweltreferent der Sektion Bad Reichenhall des Deutschen Alpenvereins (DAV), bereits jetzt auf die speziellen Regelungen für Skitourengeher in den Berchtesgadener Skigebieten hin. Neu geplant ist durch die Liftbetreiber am Hochschwarzeck eine Infotafel mit Sammelbüchse beim Hirschkaser.


Im neuen Sektionsheft gibt Eichinger einen Rückblick auf die Aktivitäten zum Natur- und Umweltschutz 2016. Er appelliert an alle Skitourengeher, die den Parkplatz am Hochschwarzeck kostenlos nutzen, der Spendenaufforderung durch die Sammelbüchse nachzukommen.

Ansonsten blieben die Regelungen für Tourengeher unverändert. Der Mitterkaserweg am Jenner ist samstags, sonntags und feiertags sowie in den bayerischen Weihnachts-, Faschings- und Osterferien von 9.30 bis 16.30 Uhr für aufsteigende Skifahrer gesperrt. Verstöße können mit einer Geldbuße belegt werden. Nach Liftbetriebsschluss steht in den vier Skigebieten Jenner, Götschen, Roßfeld und Hochschwarzeck jeweils eine Route bis 19 Uhr beziehungsweise 17.30 Uhr (Jenner) zur Verfügung. Danach beginnt die Pistenpräparierung, die nicht beeinträchtigt werden darf. An folgenden Wochentagen ist das Tourengehen in Teilbereichen bis 22 Uhr möglich: am Hochschwarzeck am Montag, am Roßfeld am Mittwoch und Samstag, am Jenner am Donnerstag sowie am Götschen am Freitag. Nähere Infos unter www.dav-berchtesgaden.de, Menüpunkt »Service«, Unterrubrik »Regeln am Berg.« Am Hochschwarzeck ist die Benutzung der Rodelbahn »Hirscheckblitz« für Fußgänger, Skifahrer, Tourengeher, Schneeschuhgeher und Hunde aus Sicherheitsgründen strengstens verboten.

Eichinger nahm auch an einer Podiumsdiskussion in der Themenwoche »Laudato si« im »Haus der Berge« teil. Dabei ging es um den Spagat zwischen Wirtschafts- und Tourismusraum und schützenswerter Landschaft, ein brandaktuelles Thema, wie sich beim umstrittenen Liftprojekt am Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen zeigt. Die Vorstände der DAV-Sektionen München und Oberbayern sind wie die Naturschutzverbände gegen das Projekt; sie sehen die Alpenkonvention, ein internationales Abkommen zwischen den Alpenländern zum Schutz der Berge, gefährdet. Veronika Mergenthal