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Spannung in Monaco: Deutsches Trio hofft auf Glückslose

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Die Auslosung der Champions-League-Gruppen wird mit Spannung erwartet. Foto: Laurent Gillieron Foto: dpa

Düsseldorf (dpa) - Das Bundesliga-Trio BVB, Bayern und Schalke blickt gespannt nach Monte Carlo. Bei der Auslosung im Grimaldi Forum erhalten sie ihre Gegner für die Gruppenphase der Champions League.


Julian Draxlers Augen leuchten voller Vorfreude auf die Champions-League-Highlights. »Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich gerne mal gegen die beiden großen spanischen Teams Real Madrid oder FC Barcelona spielen«, sagt der 18 Jahre alte Profi des FC Schalke 04, und ergänzt mit verschmitztem Lächeln: »Gerne aber erst nach der überstandenen Gruppenphase, im Halbfinale oder so.«

Groß ist die Lust auf Europas größte Fußball-Bühne auch bei den beiden anderen deutschen Vertretern Borussia Dortmund und Bayern München. So gehen die Blicke gespannt nach Monte Carlo, wo an diesem Donnerstag von 17.45 Uhr an im noblen Grimaldi Forum die Auslosung der Gruppenphase erfolgt. Tags darauf werden an selber Stelle die Gruppen für die Europa League per Losentscheid ermittelt.

Doch am Donnerstag liegt zunächst die Creme de la Creme des europäischen Fußballs in den Lostrommeln, verteilt auf vier Töpfe á 8 Mannschaften. Einiges ist für die Bundesligisten schon kalkulierbar, das meiste aber noch unwägbar und vom Händchen der Glücksfeen abhängig. Sicher ist: Es gibt in der Gruppenphase keine deutsch-deutschen Duelle. Ebenso steht fest, dass der im Vorjahr im Finale am FC Chelsea gescheiterte FC Bayern wieder in Topf 1 der besten acht Teams gesetzt ist.

Somit kann die Mannschaft von Jupp Heynckes in der am 18. September startenden Gruppenphase nicht auf den Titelverteidiger aus England sowie Barcelona, Real, Manchester United, FC Arsenal, FC Porto und AC Mailand (alle Topf 1) treffen. Wohl aber auf eines der Teams aus Topf 2, abgesehen vom FC Schalke. Dennoch könnte dem Rekordmeister aus München wie im Vorjahr eine Hammergruppe drohen, zum Beispiel mit Englands Meister Manchester City (Topf 2), Italiens Titelträger Juventus Turin (Topf 3) sowie dem FC Malaga oder Frankreichs Meister HSC Montpellier (beide in Topf 4).

Hart treffen kann es auch den Bundesliga-Dritten Schalke. Wegen des guten UEFA-Koeffizienten ist der Revierclub, der vor zwei Jahren bis ins Halbfinale kam, zwar im zweiten Topf. Doch könnte die Elf von Huub Stevens beispielsweise eine Gruppe mit Manchester United, »Juve« oder Paris St. Germain (beide Topf 3) und Malaga oder Montpellier erwischen. Egal, wer kommt, Draxlers Freude kann das auf keinen Fall trüben: »Ich glaube, dass jeder kleine Junge davon träumt, irgendwann mal in der Königsklasse aufzulaufen. Das ist was ganz Besonderes, allein die Atmosphäre ist schon Wahnsinn.«

Die letzten fünf Teilnehmer werden erst am Mittwochabend in den noch ausstehende Playoff-Partien ermittelt. Auch Borussia Mönchengladbach hatte trotz der 1:3-Hypothek vor dem Rückspiel bei Dynamo Kiew noch eine kleine Hoffnung, in die »Königsklasse« zu rutschen.

Zum zweiten Mal hintereinander ist dort Meister Dortmund vertreten. Doch ein ähnlich blamables Abschneiden wie im Vorjahr, als man in der Gruppenphase Lehrgeld zahlte und mit nur einem Sieg ausschied, will sich der BVB diesmal ersparen. »Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Gruppenphase überstehen«, betont Geschäftsführer Hans Joachim Watzke, der gemeinsam mit Sportdirektor Michael Zorc nach Monaco reiste. Doch dem vor den abschließenden Playoff-Spielen nur auf Rang 22 des Setztableaus geführten Team von Jürgen Klopp drohen ganz schwere Aufgaben, zumal es noch in den schlechtesten Topf 4 abrutschen könnte. Dort würde auch Gladbach im Fall der Fälle landen.

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