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Skigaudi in der Watzmanngrube

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Die strahlenden Sieger des 21. »Figei«-Rennens am Watzmann: Dr. Michaela Brandner (2.v.r.), Tobias Angerer (3.v.r.), mit den Organisatoren Hansi Rasp (l.) und Hansi Willeitner (r.) sowie den Wirtsleuten Annette und Bruno Ferst.
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Stürze gab es natürlich auch. Die Bergwacht musste aber nicht eingreifen. Fotos: Barbara Rasp

Schönau am Königssee - Dr. Michaela Brandner organisierte zusammen mit dem SK Berchtesgaden Anfang der 90er-Jahre erstmals ein »Figei«-Rennen in der Watzmanngrube. Bei dieser Skivariante sind entweder abgeschnittene Ski (Firngleiter) oder Big Foot erlaubt. Die Kunst ist es, auf diesen kurzen Latten die Balance zu halten. Dieses Können war auch vor Kurzem wieder bei der 21. Auflage des Rennens gefragt.


Nachdem der Skitross das Gepäck an der Wimbachbrücke verladen hatte, ging es zu Fuß zum Watzmannhaus. Dort wurden die Teilnehmer und Helfer von den Wirtsleuten Annette und Bruno Ferst samt Team mit kulinarischen Schmankerln verwöhnt.

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Wie in jedem Jahr feierten die Firngleiterfreunde am Abend vor dem Rennen einen zünftigen »Figei-Hoagascht« mit Musikeinlagen. Natürlich waren am nächsten Morgen nicht alle taufrisch. Doch die kühle Brise im Schneefeld vor dem Watzmannhaus erweckte schnell die Lebensgeister und die Teilnehmer bewiesen, dass Berchtesgaden ein Skifahrerland ist.

Dass nicht unbedingt der bessere Alpinläufer gewinnt, zeigte sich in der Damenklasse. Zahnärztin Dr. Michaela Brandner verwies die Weltcupstarterin Susanne Weinbuchner vom SC Lenggries mit knappem Vorsprung an die zweite Stelle.

Bei den Herren wurde allerdings der ehemalige Kaderläufer Tobias Angerer vom WSV Bischofswiesen seiner Favoritenrolle gerecht und lag mit einer Sekunde Vorsprung voran. Beide durften sich von den Organisatoren den traditionellen Lorbeerkranz aufs Haupt setzen lassen.

Insgesamt wurden erstaunliche Abfahrten auf den kurzen Latten gezeigt. Dabei blieben aber auch glimpflich verlaufene Stürze nicht aus. Dennoch kamen bis auf einen Starter alle heil ins Ziel. Sogar der älteste Teilnehmer, Berg-Urgestein Ulli Stöckl, kam durch und ließ dabei noch ein paar weitaus Jüngere hinter sich. Am Start waren auch drei Mädchen und sieben Buben, die schon sehr gut auf den Skiern stehen. Florian Lochner schließlich gewann die traditionelle Sprungwertung mit einem »Helikopter«.

Die Gesamtleitenden Hansi Rasp und Hansi Willeitner hatten alles bestens organisiert und führten die Siegerehrung durch, bei der es gesponserte Urkunden, Pokale und Sachpreise gab.

Ergebnisse 21. »Figei«-Rennen am Watzmannhaus

Mädchen: 1. Anna-Lisa Kurz, 2. Kathi Huber (beide SKB).

Buben: 1. Paul Ferst (Team Watzmannhaus), 2. Florian Siegmund (SKB), 3. Moritz Schallmoser (Team Watzmannhaus).

Damen: 1. Dr. Michaela Brandner, 2. Susanne Weinbuchner (SC Lenggries), 3. Kathi Springl (WSV Königssee), 4. Lisa Schelble, 5. Anna Schelble (beide WSV Bischofswiesen).

Herren: 1. Tobias Angerer (WSV Bischofswiesen), 2. Beni Schmidt (DAV), 3. Maximilian Luckmaier (SKB), 4. Franz Rasp (SC Schellenberg), 5. Philipp Däuber (Ganghofer), 6. Xaver Boigs (WSV Bischofswiesen), 7. Florian Oberholzner (EMC Bischofswiesen), 8. Stefan Giritzer (Salzberger/EVB), 9. Franz Grüsser (Ganghofer), 10. Michael Willeitner (SKB). Christian Wechslinger

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