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Sinfonische Blasmusik für das »Netzwerk Hospiz«

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Unser Blild zeigt das Sinfonische Blasorchester des Musikbundes für Ober- und Niederbayern (MON) im neuen Outfit mit seinem Dirigenten Wolfgang Nobis. (Foto: Bauregger)

Mit einer bunten Mischung aus festlicher, klassischer, moderner und neuzeitlicher Blasmusik stellte sich im Konzertsaal des Kurgastzentrums Bad Reichenhall das Sinfonische Blasmusikorchester des Musikbundes für Ober- und Niederbayern (MON), Bezirk Chiem- Rupertigau, unter der Leitung von Wolfgang Nobis, in den Dienst der guten Sache.


Der Reinerlös fließt, zusammen mit Sponsorengeldern, bereits zum fünften Mal an das Netzwerk Hospiz, deren Helfer sich im Landkreis Berchtesgadener Land und Traunstein um Schwerstkranke und Sterbende kümmern und die Palliativstationen im Krankenhaus Bad Reichenhall und Traunstein aktiv unterstützen. An diesem Abend stand aber die gediegene und anspruchsvolle Blasmusik im Vordergrund, welche wahre Beifallsstürme hervorrief. Durch das Programm führte Karl Joachim Schmitt.

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Mit der »Festmusik der Stadt Wien« eröffnete der Klangkörper, der sich aus Musikerinnen und Musikern aus den Mitgliedskapellen des MON zusammensetzt, den Konzertabend feierlich. Der Bezirksvorsitzende Robert Koch aus Teisendorf freute sich besonders darüber, dass sich die Musiker, die sich im Jahr 2002 als Sinfonisches Blasorchester Berchtesgadener Land etabliert haben, ab diesem Jahr als Verbandsorchester in einheitlichem Outfit auftreten.

Musikalisch ging es mit einem Blasmusikklassiker, der Ouvertüre zur komischen Oper »Banditenstreiche« weiter. Das gefühlvolle Wiegenlied, welches der Musikverleger Rundel für seinen Sohn Benedikt komponieren ließ, widmete der Moderator allen Familien, die sich mit Begeisterung der Blasmusik widmen. Mit einem weichen, tragenden Flügelhornton verstand es der Solist Georg Argstatter brillant, die Charakteristik und die Emotionen dieses Werkes in den Konzertraum zu transportieren.

Passend zum 50-jährigen Jubiläum des Filmes »The sound of music« griffen die Musikerinnen und Musiker auch dieses Thema auf. Ausdrucksstark trug das Orchester mehrere Stücke und das wohl berühmteste Lied daraus, »Edelweiß«, das manche Menschen in Amerika sogar für die Österreichische Nationalhymne halten, vor.

Mit Paukenschlägen und Trommelwirbeln eröffnet das Blasorchester den zweiten Teil des Konzertes mit der schwungvollen, dynamisch sehr bewegten Komposition »Enchanted Spaces« von Samuel R. Hazo. Bekannte Melodien erklangen danach in der Symphonic Suite »Robin Hood – Prince of Thieves«. Immer wieder übernehmen in dem Stück die Hörner eine tragende Rolle, wechseln gefühlvoll vorgetragene Saxophon- oder Oboen-Soli mit mächtigen, teils bedrohlich klingenden Bläsersequenzen oder füllen die Holzbläser ruhig zurück zur Grundmelodie.

Fritz Neuböck erzählt in der Komposition »Dance with the Devil« die Geschichte einer rauen Männergemeinschaft, die durch den Tod des Schmiedes, der in einer Taverne mit dem Teufel einen tödlichen Tanz tanzt, bekehrt wird, und von der Dorfgemeinschaft, die durch den Bau einer mächtigen Kirche eine neue Mitte bekommt. Auch diese Herausforderung nahm der Klangkörper an und meisterte turbulente Dynamiksteigerungen, schwierige Rhythmen sowie die extremen Tempowechsel mit Bravour und Spielfreude, excellent, sicher und ausdrucksstark geführt vom Dirigenten Wolfgang Nobis. Als wahres Feuerwerk der Spielfreude entwickelte sich in der Folge das Medley »Benny Goodman – The King of Swing«, bei dem auch die junge Klarinettistin Marion Strasser ihren Soloauftritt hatte, den sie souverän meisterte. Als Zugabe spielte das Orchester einen Samba und das Medley »In Memorian Udo Jürgens« mit den schönsten Liedern des verstorbenen Künstlers. Werner Bauregger

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