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Siegsdorfer mit Herzstillstand auf der Autobahn: Frau übernahm das Steuer

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Foto: Ziegler, BRK BGL

Bergen – Einen Herz-Kreislauf-Stillstand hat ein 82-jähriger Siegsdorfer am Dienstagvormittag auf der Autobahn bei Bergen erlitten. Zu einem Unfall kam es glücklicherweise nicht, da seine Frau vorbildlich reagiert hat: Sie übernahm das Steuer und schaffte es, den Fuß ihres Mannes vom Gaspedal zu heben. Der Senior kam ins Krankenhaus.


Der 82-Jährige war nach einem Arztbesuch zusammen mit seiner Frau auf der Autobahn Richtung Salzburg unterwegs. Dort verlor er dann aus unbekanntem Grund sein Bewusstsein, erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand und sackte am Steuer zusammen.

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Das Auto war nicht mehr unter Kontrolle, geriet nach links und touchierte dabei leicht die Mittelleitplanke. Seine Ehefrau schaffte es, vom Beifahrersitz aus sein Bein vom Gaspedal zu nehmen und das Auto unter Kontrolle zu bringen. Sie lenkte den Wagen auf den Ausschleifer der Anschlussstelle Bergen und konnte das Auto dort zum Stehen bringen. Nachfolgende Autofahrer, die den Notfall bemerkt hatten, fuhren der Frau nach und halfen, den 82-jährigen aus dem Fahrzeug zu heben.

Passanten greifen vorbildlich ein

Die Ersthelfer begannen daraufhin sofort mit der Wiederbelebung und verständigten über die Notrufnummer 112 die Rettungsleitstelle. Diese entsandte den Rettungshubschrauber Christoph 14 sowie einen Rettungswagen an die Unfallstelle. Die eintreffenden Rettungssanitäter und der Notarzt schafften es, den 82-Jährigen wiederzubeleben. Er wurde ins Klinikum Traunstein gebracht, wo er weiter medizinisch versorgt wurde.

Ganz besonderer Dank gilt – so die Polizei in ihrem Bericht – den aufmerksamen Ersthelfern, die in der lebensbedrohlichen Situation sofort und richtig handelten, einen Notruf absetzten und mit der Reanimation begannen.

Generell gilt in Situationen, in denen eine Person keinerlei Lebenszeichen (Atmung und Puls) zeigt, gleich mit der Reanimation zu beginnen und die Rettungskette über die 112 in Gang zu setzen. Die Notrufzentrale leitet Anrufer dann auch bei der Reanimation an. »Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts«, so die Polizei.

red/fb