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Sieg gegen den Lieblingsgegner

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Daniel Haas (r.) konnte nicht folgen, Florian Hubers Tackling stoppte den fantastischen Sololauf des Schönauer Goldtorschützen Sebastian Wessels nicht, der SGler überlupfte gleich drauf Robert Töpel zum 0:1. (Foto: Bittner)

Bad Reichenhall – In den letzten Jahren hatte die SG Schönau bei Spielen gegen den Nachbarn aus der Kurstadt Bad Reichenhall das bessere Ende zumeist für sich. Nach dem klaren 4:0-Heimerfolg im letzten Sommer erwiesen sich die Schönauer auch im Duell in der Nonner Au als die bessere Mannschaft. Das »Goldene Tor« erzielte Sebastian Wessels mit einem wahren Geniestreich.


Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Alfons Aschauer stand mit Hans Stöckl Schönaus ehemaliger Torjäger und Fußballchef an der Seitenlinie.

Wie erwartet begann der Tabellenzweite TSV Bad Reichenhall mit viel Druck und erspielte sich zunächst Vorteile und erste Chancen. Doch ein Kopfball ging weit übers Schönauer Tor und wenig später zeichnete sich der Schönauer Schlussmann Christoph Maier mit einer Fußabwehr aus. Nach einer Viertelstunde kamen die Schönauer besser ins Spiel und ließen keine Chance der Platzherren mehr zu. Dabei fehlten aufseiten der SG mit Daniel Maier, Roy Nitzsche und Korbinian Burger Führungsspieler, die jedoch von den anderen gut ersetzt wurden.

Das Spiel der SG Schönau lebte vom Kampf und einer geschickten defensiven Taktik. Ein Reichenhaller sagte später, dass er die SG nicht mit solch einer Defensivtaktik erwartet hätte. Nachdem die Schönauer im Spiel waren und Markus Aschauer sowie Christian Thurner für stete Unruhe in der Reichenhaller Abwehr sorgten, schickte Stefan Weinbuch nach einer halben Stunde Spielzeit seinen schnellen Mannschaftskameraden Sebastian Wessels nach vorne. Der Trickreiche startete von der Mittellinie einen Sololauf, umkurvte drei Gegenspieler und überlupfte den Schlussmann mit einem fußballerischen Geniestreich.

Das Schönauer Spiel wurde daraufhin noch sicherer. Die beiden »Sechser« Toni Hölzl und Schosch Herdecke spielten stark und machten die Nahtstellen zwischen Angriff und Verteidigung dicht. So ließen die Schönauer auch nach der Führung nicht mehr viele Reichenhaller Aktionen zu. Auch im zweiten Abschnitt tat sich nichts Entscheidendes mehr, die Schönauer kontrollierten weiterhin Ball und Gegner. Ein einziges Mal wurde es für die SG noch brenzlig, als ein Reichenhaller Stürmer unsanft von den Beinen geholt wurde, die Pfeife des umsichtigen Schiedsrichters Mustafa Kücük vom TSV Feldkirchen jedoch stumm blieb. Und so holte die ersatzgeschwächte Elf der SG Schönau beim Favoriten TSV Bad Reichenhall einen nicht unbedingt erwarteten Sieg. Interimstrainer Hans Stöckl betreut zusammen mit Thomas Kastner die Mannschaft noch bis zum Saisonende, es sei denn, ein neuer Trainer meldet sich vorzeitig.

SG Schönau: C. Maier; Angerer, Klaus, Herdecke, Weinbuch, Hölzl, Fernsebner, Lochner, Piatke, Wessels, Thurner, Malovic, Schwaiger, Stäblein. Christian Wechslinger