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SG Schönau macht wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt

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Matthias Althaus (M.) und Christoph Maier (2.v.r.) machten ihr letztes Spiel für die erste Mannschaft der SG Schönau und wurden von der Vereinsführung mit Vorstand Thomas Janzen (r.), Abteilungsleiter Alfons Aschauer (l.) und zweitem Abteilungsleiter Hans Maier (2.v.l.) gebührend verabschiedet. (Fotos: Wechslinger)

Mit einem Fünf-Tore-Paket revanchierte sich die SG Schönau am Samstag im Schneewinkl eindrucksvoll für die im Hinspiel erlittene 0:2-Niederlage in Fürstenfeldbruck. Tore genau zum richtigen Zeitpunkt brachte der SG Schönau den klaren 5:0-Sieg, der auch in der Höhe verdient war. Schönau kam durch den Sieg in die nächste Runde der Relegation, in der mit dem VfB Eichstätt jedoch ein ganz schwerer Brocken wartet.


Die Gäste gingen vom Beginn an ordentlich zur Sache und räumten zunächst einmal Matthias Althaus ab, der sein letztes Spiel in der ersten Mannschaft absolvierte und eine sehr gute Leistung bringen sollte. Nach dem Foulspiel an Althaus kam der anschließende Freistoß gleich wieder zum Gefoulten, dessen Schuss jedoch gerade noch abgeblockt wurde.

Die Brucker Abwehr wackelt

Das Spiel der Gäste war ausschließlich auf Sicherheit bedacht. Die Mannschaft suchte ihr Heil mit hohen Bällen, die jedoch von der starken Schönauer Defensive sicher geklärt wurden. Lukas Laue, der wieder einmal ein Vorbild an Einsatzbereitschaft und Kampfkraft war, erkämpfte sich nach zehn Minuten den Ball und generierte eine Möglichkeit für die SG. Doch der insgesamt sicher leitende Schiedsrichter Anes Hadziabdic vom SV Wörnsmühl aus der Schiedsrichter-Gruppe Bad Tölz wollte ein Foulspiel von Laue gesehen haben. Spätestens nach dieser Szene wussten die Schönauer, dass sie diese Abwehr knacken könnten.

Wenig später brachte Daniel Maier den Kunstschützen Stefan Weinbuch in eine gute Position, doch dessen Schuss missglückte. Nachdem einige Minuten nichts Besonderes passiert war, führte ein Klasseangriff in der 25. Minute zur Schönauer Führung. Althaus zog aus halblinker Position etwa 15 Meter vor dem Tor ab und überwand Schlussmann Anil Adam mit einem Schuss in die Kreuzecke.

Jetzt musste der Gegner sein Abwehrbollwerk lockern, was den Schönauern Räume verschaffte. Zunächst verzog Daniel Widl einen Kopfball nach einem Freistoß noch knapp. Doch nur zwei Minuten später schaltete sich Widl neuerlich ins Angriffsspiel ein und versenkte in der 41. Minute einen seiner gefürchteten Kopfbälle zum 2:0. Schönau war zurück und erspielte sich noch vor der Halbzeitpause zwei weitere gute Möglichkeiten. Die Führung war hoch verdient und die 300 Zuschauer waren gespannt, wie Fürstenfeldbruck auf diesen wohl nicht erwarteten Rückstand reagieren würde.

Pech und Glück für Schönau

Schönau machte mit Beginn der zweiten Hälfte da weiter, wo die Mannschaft in der ersten Halbzeit aufgehört hatte: mit schnellen Angriffen, derer sich die Gäste zunächst nur mit Dusel erwehrten. Schönau erzeugte Dauerdruck und suchte die schnelle Entscheidung. Schon nach einer Ecke sahen sich die Gäste wieder im Glück, als ein Schuss von Lukas Klaus gerade noch geklärt wurde. Ein weiterer Treffer der Gastgeber lag förmlich in der Luft. Dennoch kamen auf einmal die Brucker zu zwei Möglichkeiten. Amin Toure erkämpfte nach einem Schönauer Abwehrfehler den Ball. SG-Keeper Christoph Maier musste all sein Können einsetzen, um seine Mannschaft beim Schuss von Taophik Medjessiribi im Spiel zu halten. Denn bei einem Gegentreffer hätte Schönau zwei Tore zum Weiterkommen gebraucht.

Nur Sekunden nach Maiers Glanztat forderten die Fürstenfeldbrucker nicht ohne Grund Elfmeter, doch der Unparteiische sah die Situation anders. Praktisch im Gegenzug wurde Lukas Laue ideal angespielt und erzielte in souveräner Manier das 3:0. Jetzt sah es sehr gut aus, doch der Gegner durfte kein Tor schießen, sonst wäre Schönau wieder draußen gewesen. Nur in dieser Phase des Spiels bauten die Gäste etwas mehr Druck auf. Doch die Schönauer Abwehr stand weiterhin felsenfest.

Kontermöglichkeiten

Durch die jetzt recht offene Spielweise des Gegners kam Schönau immer wieder zu Kontermöglichkeiten. So schaltete sich auch Abwehrspieler Sebastian Rabenbauer ins Angriffsspiel ein und erzielte in der 72. Minute einen sehenswerten Kopfballtreffer zum 4:0. Jetzt häuften sich die Schönauer Chancen, doch Rade Kocic und Sebastian Wessels scheiterten denkbar knapp. In der 85. Minute wurde Sebastian Wessels wie so oft von den Beinen geholt, doch der berechtigte Elfmeterpfiff blieb aus. Als Güngör Cakir in der 88. Minute wegen Reklamieren vom Platz gestellt wurde, war die Begegnung endgültig für Schönau gelaufen. Dennoch erspielte Amin Toure noch eine Gästechance, als sein Schuss über die Kreuzecke flog.

Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte der gerade eingewechselte Luka Moric, als er nach einem Klasseangriff eiskalt einschoss. Die Fürstenfeldbrucker erwiesen sich danach als äußerst faire Verlierer, da sie den Schönauer Spielern trotz ihrer Enttäuschung sehr anständig gratulierten. »Ich denke meine Mannschaft richtig eingestellt zu haben«, lautete das kurze Fazit des Schönauer Trainers Thomas Meißner.

In einem weiteren Relegationsspiel siegte der VfB Eichstätt II nach dem 3:1-Heimerfolg mit 2:1 beim ASV Au und ist nun Schönaus nächster Gegner.

SG Schönau: Christoph Maier; Sebastian Rabenbauer, Lukas Laue, Daniel Widl, Stefan Weinbuch (90. Luka Moric), Jörn Herdecke, Korbinian Burger, Matthias Althaus (67. Rade Kocic), Daniel Maier, Sebastian Wessels. Christian Wechslinger