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Sepp Stanggassinger hat neue Stellvertreter

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Die UBB will nach eigenen Aussagen wieder konstruktiv an der Gemeindeentwicklung in Bischofswiesen mitwirken. Im Vorstand sind jetzt einige neue Gesichter, an der Spitze aber bleibt Sepp Stanggassinger (hinten/2.v.r.). (Foto: privat)

Bischofswiesen – Sepp Stanggassinger steht weiter an der Spitze der Unabhängigen Bürgervereinigung Bischofswiesen (UBB). Auf der Mitgliederversammlung wählten ihn die Versammlungsteilnehmer erneut zu ihrem 1. Vorsitzenden. Gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende sind jetzt Susanna Müller und Jens Hellfeld. Neu im Vorstand ist außerdem Kassierin Bärbel Hamberger. Auf der Mitgliederversammlung freute man sich außerdem darüber, dass die UBB jetzt wieder mit zwei Gemeinderäten im Kommunalparlament vertreten ist.


Die beiden Gemeinderäte Paul Grafwallner und Sepp Stangassinger informierten über ihre Erfahrungen im neuen Gemeinderat. Lob gab es dabei für Bürgermeister Thomas Weber, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger auf ein Miteinander setze, um für die Gemeindeentwicklung das Beste zu erreichen. Durch die regelmäßigen Vorbesprechungen mit den Fraktionsvorsitzenden sei der Informationsfluss wesentlich besser geworden, berichtete Paul Grafwallner. UBB-Vorsitzender Sepp Stangassinger freute sich über den Mitgliederzuwachs sowie darüber, dass sich wieder mehr junge Leute für die Belange der Gemeinde interessieren.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem die Bahnhofsthematik besprochen. Für die Zeit des Schienenersatzverkehrs wurde längs des Fußweges und auf dem Bahnhofsvorplatz eine Beleuchtung installiert, die aber anschließend wieder demontiert wurde, sodass dort jetzt wieder völlige Dunkelheit herrscht. »Für Touristen, die mit dem Zug anreisen, wirklich ein Desaster. Sie können nur darauf hoffen, dass Einheimische ihnen zu Hilfe kommen«, hieß es bei der UBB. Bedenke man die Wirkung des ersten Eindrucks, so müsse sich hier kein Tourismusexperte mehr eine Markenstrategie überlegen. Auch wenn ein städtebauliches Konzept erarbeitet werden soll, so sei es bis dahin noch ein weiter Weg. Dass es schnell umsetzbare Zwischenlösungen gibt, habe die Bahn beim Schienenersatzverkehr gezeigt. Die beiden Gemeinderäte erhielten von der Versammlung den Auftrag, einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat einzubringen.

Kritisiert wurden von mehreren Mitgliedern auch die erneuten Baumfällungen im Gehölzsaum längs der Ache. Dabei handle es sich um Biotope, die nach Artikel 13d des bayerischen Naturschutzgesetzes geschützt seien. »Wie man Grünachsen entlang stark befahrener Verkehrswege derart kastrieren kann, bleibt unverständlich, auch wenn Verkehrssicherung, Hochwasserschutz und Naturverjüngung als Argumente angeführt werden«, kritisierte Rita Poser. Da die meisten Abschnitte entlang der Ache bereits durch Leitplanken – also passive Schutzeinrichtungen – gesichert sind, genügten sie der EU-Richtlinie zum Sicherheitsmanagement.

Laut Kassenbericht von Jürgen Weyermüller gab es in 2014 kommunalwahlbedingt erhebliche Ausgaben, die aber durch das hohe Spendenaufkommen kompensiert wurden. Adi Renoth und Siegfried Gummerer attestierten eine einwandfreie Kassenführung, sodass die Entlastung einstimmig ausfiel. fb