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»Seeoner Seedeifen«: Watzl bleibt Präsident

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Die Vorsitzenden Armin Watzl (links) und Michael Berger (rechts) verabschiedeten den langjährigen Präsidenten Martin Kaiser aus der Vorstandschaft. (Foto: Donhauser)

»Du bist der Erste, der zweimal verabschiedet wird«, sagte der alte und neue Präsident Armin Watzl des FC-Bayern-Fanclubs »Seeoner Seedeifen« bei der Hauptversammlung im Gasthof Neuwirt in Seeon.


Er verabschiedete Martin »Möff« Kaiser aus der Vorstandschaft, nachdem dieser 2016 das Amt als Fanclub-Chef nach 18 Jahren abgegeben hat und in den Beisitzer-Posten gewechselt ist. »Aber jetzt ist es genug, ich wünsche Euch alles Gute«, gab Kaiser zu verstehen, der aber freilich weiter als Mitglied und eifriger Bayern-Fan im Stadion dabei sein wird. Zudem sagte er weiter seine tatkräftige Unterstützung zu.

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Er wurde von Armin Watzl und seinem Stellvertreter Michael »Mike« Berger mit einem Humpen im Fanclub-Stil beschenkt, damit er immer an die 22 Jahre in der Vorstandschaft zurückdenken kann.

»Ein Jahr mit gemischten Gefühlen«

Watzl ließ in seiner Begrüßungsrede das Jahr des FC Bayern München mit dem Ende der Ära Uli Hoeneß Revue passieren. »Es war auch ein Jahr mit gemischten Gefühlen«, sagte er. Er verwies auf den Abschied von »Robbery« (Franck Ribery und Arjen Robben), die eine erhebliche Lücke im Verein hinterließen.

Dann blickte er voraus: Er rechnet in Kürze damit, dass die Transfersummen mit über 100 Millionen Euro auch den FC Bayern erreichen werden. »Wobei mir lieber wäre, wir wären zwei, drei Jahre nicht Meister und dafür würden Leute aus der eigenen Jugend installiert.« Er würde sich wünschen, dass wieder Leute wie Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger aus dem eigenen Nachwuchs kommen.

Mit den Fanclubs aus Altenmarkt und Obing bestreitet man seit Jahren das Allesfahrer-Programm mit zwei Bussen zu den Heimspielen des FC Bayern in allen Wettbewerben. Das wird auch im kommenden Jahr so sein. Watzl schlüsselte die Kartenverteilung auf und verwies gleichzeitig auf das Verbot der Kartenweitergabe an Dritte. »Das kann schlimme Konsequenzen für den Fanclub und den Verkäufer selbst haben«, hob er hervor. Der Fanclub beteiligte sich in Verlauf des Jahres an den verschiedenen gemeindlichen Veranstaltungen, trat bei Fanclub- und Stammtischturnieren mit der eigenen Mannschaft an und bestritt mit den »Seeoner Löwen« das Vergleichsschießen.

Die aktuelle Mitgliederzahl des Fanclubs beträgt 389. Im kommenden Jahr soll auch wieder der Ausflug zur Berghütte nach Ruhpolding stattfinden, auch die im Jahr 2019 ausgefallene »LEO-Fahrt« mit der Nostalgiebahn von Amerang soll mit Obing und Altenmarkt wieder in Angriff genommen werden. Die Fanclubfahrt findet am 11. April zum Spiel gegen Fortuna Düsseldorf statt und ist ausgebucht. Der Verein wurde im Vorjahr zum »eingetragenen Verein« (e.V.) und wird die Kommunikation mit den Mitgliedern in Kürze per E-Mail führen.

Thomas Watzl las den Kassenbericht vor, die nach der Steuerprüfung für das Jahr 2016 und 2017 und der Beitragserhöhung im Vorjahr wieder ein Plus zu verzeichnen hatte.

Nur geringfügige Veränderungen gab es bei den Neuwahlen der Vorstandschaft, die von Bürgermeister Bernd Ruth durchgeführt wurden: Armin Watzl steht dem Fanclub weiterhin vor, Mike Berger und Stefan Maierhofer sind seine Stellvertreter. Thomas Watzl und Philipp Kirschner führen die Kasse, Thomas Welzel und Thomas Donhauser übernehmen den schriftlichen Part. Als Beisitzer fungieren Jonas Ettenhuber, Peter Wurm und Christian Mayer. Hier kamen für den »Ausscheider« Martin Kaiser Andreas Prost und Lukas Ettenhuber hinzu, die alle einstimmig gewählt wurden.

Bürgermeister Ruth lobte den Einsatz des Fanclubs. »Ihr macht eure Sache gut!« Armin Watzl bedankte sich am Ende bei allen Mitgliedern und auch den Wirtsleuten für ihren Einsatz. td