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Sechs Bundesliga-Profis hoffen auf Gold

London (dpa) - Für ihre Vereine ist es ein Fluch, für die Profis ein Segen. Sechs Bundesligisten müssen weiter auf die Rückkehr ihrer Olympia-Teilnehmer warten.

Halbfinalist
Augsburgs Ja-Cheol Koo kämpft mit Südkorea um die Medaillen. Foto: Yonhap Foto: dpa

Mit dem Einzug der Japaner in das Halbfinale des Fußball-Turniers am Mittwoch gegen Mexiko verzögert sich die Rückkehr von allein fünf Spielern aus Nürnberg, Mönchengladbach, Stuttgart, Hannover und Hoffenheim. Darüber hinaus darf der Südkoreaner Ja-Cheol Koo (FC Augsburg) vor dem Duell mit Brasilien weiter auf eine Medaille hoffen. Nur zähneknirschend hatten die deutschen Clubs insgesamt zwölf Profis für Olympia abgestellt. Viel lieber hätten sie mit ihnen die Vorbereitung auf die neue Saison bestritten.

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Nach dem frühen Aus Spaniens bereits in der Gruppenphase und dem Elfmeterdrama der Briten im Viertelfinale gegen Südkorea scheint der Weg für Topfavorit Brasilien frei. Mittelfeldspieler Oscar, der aus Porto Alegre zum Champions-League-Sieger FC Chelsea wechselt, strotzt vor dem Duell mit Underdog Südkorea in Manchester vor Selbstvertrauen. «Unser Verband erwartet nichts anderes als Gold. Und diese Medaille werden wir ihm bringen», wurde Oscar in britischen Boulevard-Zeitungen zitiert.

Weniger eindeutig ist die Ausgangslage im zweiten Halbfinale zwischen Japan und Mexiko im Londoner Wembley Stadion. Beim 3:0 über Ägypten im Viertelfinale hinterließen die Japaner einen besseren Eindruck als die Mexikaner beim harterkämpften 4:2 über Senegal in der Verlängerung. Der japanische Torschütze Yuki Otsu (Borussia Mönchengladbach) sowie seine Mannschaftskollegen Hiroshi Kiyotake (1. FC Nürnberg) und Hiroki Sakai (Hannover 96) dürfen auf einen Einsatz in der Startformation hoffen.

Traditionell fristet König Fußball bei Olympia ein Schattendasein. Mehr noch als über das sportliche Geschehen wird über mögliche Transfers geredet. Vor allem Brasiliens Jungstar Neymar steht dabei im Mittelpunkt. Fast täglich berichten englische Medien über Kontakte des 20 Jahre alten Profis vom FC Santos zu Clubs wie Chelsea, Manchester City, Real Madrid oder Barcelona. «Während unserer Zeit in London habe ich ihm von den großen Ambitionen des FC Chelsea erzählt. Wenn die Zeit für ihn reif ist, nach Europa zu wechseln, kann ich Neymar hoffentlich überreden», sagte Teamgefährte Oscar.