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Schweres Erdbeben in Costa Rica: Mindestens zwei Tote

Washington/San José (dpa) - Ein schweres Erdbeben hat Costa Rica erschüttert und mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Der Erdstoß habe eine Stärke von 7,6 gehabt, teilte die US-Erdbebenwarte mit.

Zerstörtes Gebäude
Durch das Beben wurden Gebäude und Stromleitungen beschädigt - Verletzte oder Tote soll es nicht gegeben haben. Foto: Red Cross Foto: dpa

Vorübergehend galt eine Tsunamiwarnung für die gesamte Pazifikküste von Mexiko bis Chile. Nach wenigen Stunden wurde diese aber wieder aufgehoben.

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Eine 55-jährige Frau starb an einem Herzversagen in der Provinz Guanacaste, in der das Epizentrum des Bebens lag, wie die Vorsitzende des Katastrophenschutzes CNE auf einer Pressekonferenz mitteilte. Zudem sei ein Bauarbeiter beim Zusammenbruch eines Gebäudes ums Leben gekommen.

In der Hauptstadt von Costa Rica, San José, kam es am Mittwochmorgen (Ortszeit) zu Panikszenen. Gebäude und Stromleitungen wurden beschädigt. Telefon- und Stromleitungen wurden demnach unterbrochen, das Internet war auch gestört. In Nicaragua waren einige Orte aus Angst vor einem Tsunami evakuiert worden.

Das Zentrum des Bebens lag etwa 140 Kilometer westlich von San José in etwa 40 Kilometern Tiefe. Betroffen war vor allem die Halbinsel Nicoya, die auch bei Touristen beliebt ist. Das Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam sprach von einer Stärke von 7,5.

Die Erdbebenwarte Costa Ricas RSN erklärte, dass das Beben um 8.42 Uhr wegen der Subduktion (Unterschiebung) der Coco-Platte unter der Karibik-Platte in der Region der Nicoya-Halbinsel ausgelöst wurde. Fünf stärkere Nachbeben wurden verzeichnet.

In der Stadt Nicoya, die rund 13 000 Einwohner hat, wurden Wohnungen und das Justizgebäude beschädigt. In der Ortschaft Paquera seien zwei Menschen im Hotel Barceló Tambor leicht verletzt worden, meldete der Bürgermeister Alcides González. Es wurden auch Schäden auf Landstraßen gemeldet. Der Schulunterricht fiel in der betroffenen Region aus. In Nicaragua waren Tausende Einwohner an der Pazifikküste in vorübergehend in Sicherheit gebracht worden. Betroffen waren die Strandorte in San Juan del Sur und die Häfen von Corinto und Sandino

Das Pacific Tsunami Warning Center gab zunächst eine Warnung für Costa Rica, Panama, Nicaragua, El Salvador, Honduras, Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Peru und Chile heraus. Wenige Stunden später wurde die Warnung aufgehoben.

Im April 1983 hatte ein Erdstoß der Stärke 7,4 in Costa Rica und Panama mehr als 100 Menschenleben gefordert.

US-Erdbebenwarte

Pacific Tsunami Warning Center

Online-Ausgabe Zeitung «La Nación»