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Schulhaus in Mehring beherbergt Kindergartengruppe

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Das alte Schulhaus in Mehring soll übergangsweise eine Kindergartengruppe beherbergen. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Für das kommende Kindergartenjahr fehlen in der Marktgemeinde nach derzeitigem Stand noch 29 Kindergartenplätze. Um schnelle Abhilfe zu schaffen und den Rechtsanspruch eines jeden Kindes auf einen Betreuungsplatz zu erfüllen, hat der Gemeinderat beschlossen, eine neue Kindergartengruppe mit bis zu 25 Kindern im Alten Schulhaus in Mehring einzurichten.


Auch die Kindergartenplätze im Kindergarten Neukirchen sollen aufgestockt werden. Die Verwaltung wurde vom Gemeinderat beauftragt, das dazu notwendige Personal für beide Standorte zeitnah einzustellen. Zudem hat das Gremium die mit diesen Maßnahmen verbundenen außerplanmäßigen Ausgaben genehmigt.

Auf der Suche nach Übergangslösungen zur Schaffung neuer Kindergartenplätze bis zur Fertigstellung des geplanten Kindergartenneubaus in Mehring wurden mehrere Optionen geprüft, darunter auch eine Containerlösung. In Gesprächen mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familien am Landratsamt haben sich dann folgende genehmigungsfähige Lösungen herauskristallisiert: Die bestehenden Kindergartengruppen – bis auf die Inklusionsgruppen und den Waldkindergarten – dürfen um jeweils ein Kind erhöht werden.

Der Kindergarten Neukirchen erhält die Genehmigung, die Plätze vorübergehend für bis zu 40 Kinder aufzustocken. Die Räumlichkeiten sind dafür groß genug; für die Betreuung der Kinder soll eine Kinderpflegerin mit 28 Wochenarbeitsstunden eingestellt werden. Für die kommenden Jahre wird eine Erweiterung des Neukirchner Kindergartens angestrebt.

In Mehring werden die jetzt leerstehenden Räumlichkeiten im Erdgeschoß des Alten Schulhauses instandgesetzt, sodass dort eine vollwertige Kindergartengruppe untergebracht werden kann. Die Kosten für die dazu notwendigen baulichen Maßnahmen – kindgerechte Absperrungen zu den nicht genutzten Räumen, Fenstersicherungen, Maler- und Ausbesserungsarbeiten, Erneuerung der Sanitäranlagen und Überprüfung des Brandschutzes – wurden auf 149.000 Euro veranschlagt. Darin enthalten sind auch Möbel, Spielgeräte und Spielteppiche, die später in den Neubau übernommen werden können. Verlagert wird auch der Spielplatz mit Spielgeräten vom jetzigen Standort auf die Südseite in den Garten vor dem alten Schulhaus. Personell werden die Einstellung einer Erzieherin (30 Wochenarbeitsstunden) und einer Kinderpflegerin mit 28 Wochenarbeitsstunden notwendig sein.

Die Sprecher aller Fraktionen zeigten sich mit dieser Lösungen zufrieden. So betonte Alois Stadler (CSU), dass dies unter den gegebenen Umständen eine optimale Lösung sei, auch wenn außerplanmäßige Ausgaben auf die Gemeinde zukommen würden. Dem stimmte Peter Schubeck (FWG) zu. Man müsse jetzt die Stellenausschreibungen attraktiv gestalten, denn es werde nicht einfach sein, gut qualifiziertes Personal zu finden. Auch Elisabeth Aschauer (Bündnis 90/Die Grünen) fand die Lösung gut, ebenso wie Georg Quentin (SPD), der noch einmal betonte, dass vieles, was jetzt angeschafft werde, im Neubau weiter verwendet werden kann.

Anita Niederstrasser (FWG) fragte nach, ob Eltern, die einen Antrag auf einen Kindergartenplatz gestellt hätten, von dieser neuen Entwicklung in Kenntnis gesetzt würden. Ihrer Kenntnis nach seien an Eltern bereits Absagen verschickt worden. Die Absagen seien von den kirchlichen Einrichtungen, die keine Plätze mehr hätten, verschickt worden, so Bürgermeister Thomas Gasser. Man werde jetzt die Betroffenen kontaktieren und sie auf die neuen Entwicklungen hinweisen.

Die Gemeindeverwaltung wird nach dem einstimmigen Beschluss die baulichen Maßnahmen und Stellenausschreibungen vorantreiben, sodass für alle Kindergartenkinder zu Beginn des kommenden Kindergartenjahrs ein Betreuungsplatz bereitsteht. kon