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Schulen schlecht vorbereitet auf neue Corona-Schließungen

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Tablets in Schule
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Laut einer Bitkom-Umfrage sehen viele Eltern bei der Digtalisierung von SChulen noch Nachholbedarf. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Foto: dpa

In ganz Deutschland sind die Sommerferien jetzt vorbei. Wären die Schulen eigentlich diesmal besser vorbereitet auf coronabedingte Schließungen? Der Glaube daran ist einer Umfrage zufolge nicht besonders groß.


Berlin (dpa) - Bevölkerung und Eltern sind einer Umfrage zufolge mehr als skeptisch, ob die Schulen in Deutschland auf mögliche erneute coronabedingte Schließungen vorbereitet sind. Baden-Württemberg startete am Montag (14. September) als letztes Bundesland ins neue Schuljahr.

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Der Digitalbranchenverband Bitkom veröffentlichte am selben Tag eine repräsentative Umfrage. Die Bürger vergaben darin im Schnitt nur die Schulnote 4,3 bei der Frage, wie sie die Schulen auf die Aufrechterhaltung des Unterrichts im Falle eines »erneuten Lockdowns« vorbereitet sehen. Eltern schulpflichtiger Kinder vergaben sogar lediglich ein »mangelhaft« (4,6).

Nach Ansicht der Bundesbeauftragten für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär (CSU), wurde in den vergangenen Monaten noch nicht genug getan. »Die Corona-Krise hat wachgerüttelt, dennoch ist in den vergangenen Monaten zu wenig passiert«, sagte Bär. »Auf einen zweiten Lockdown wären wir nicht wirklich besser vorbereitet.« Es gebe zwar positive Einzelbeispiele und einzelne Initiativen, aber in der Breite stünden Familien im Falle von Schließungen wieder vor ähnlichen Härten wie im Frühjahr.

Der Bitkom-Umfrage zufolge, die im August durchgeführt wurde, wird der Stand der Digitalisierung (Geräte, Internetanbindung oder digitale Unterrichtsinhalte) an den Schulen lediglich mit »ausreichend« bewertet (4,2 Eltern, 4,2 alle Befragten). Digitalisierungsgegner gibt es demnach so gut wie gar nicht: Nur drei Prozent sind der Auffassung, digitale Technologien wie Computer oder Tablets sollten in Schulen nichts zu suchen haben. Eine große Mehrheit ist dagegen dafür, dass Computer, Smartboards oder Tablets in allen Schulen Standard sein sollten (88 Prozent, Eltern 93 Prozent). Zudem finden es die allermeisten Befragten wichtig, dass alle Schüler mit Laptops oder Tablets ausgestattet werden und Lehrer regelmäßig in digitalen Kompetenzen weitergebildet werden.

Am Geld mangelt es momentan nicht, aber es dauert, bis die Mittel an den Schulen ankommen. Über den Digitalpakt Schule stehen 5,5 Milliarden Euro zur technischen Modernisierung bereit, unter anderem für den Aufbau von schuleigenem WLAN oder die Anschaffung interaktiver Tafeln. Zusätzlich werden in der Corona-Krise 500 Millionen Euro für Leihlaptops für bedürftige Schüler bereitgestellt, zudem soll es 500 Millionen Euro für Dienstgeräte für Lehrer geben.

© dpa-infocom, dpa:200914-99-561245/2

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