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Schräge Töne auf der Orgel

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Der Organist Benedikt Meurers gestaltete das erste Konzert der Reihe »Musik im Kircherl« im Ettendorfer Kircherl.

Das Stück »Estampie« (Tanzlied) aus dem Robertsbridge Codex (um 1330) sei das »Adam und Eva« der Orgelmusik, so der Organist Benedikt Meurers aus Surberg, der zum Auftakt der sommerlichen Reihe »Musik im Kircherl« im Ettendorfer Kircherl ein wunderbares Konzert auf der historischen Hans-Vogl-Orgel von 1669 für das zahlreich erschienene Publikum spielte.


Interessanterweise hörte sich diese Komposition modern an, was womöglich daran lag, dass kein klares Thema erkennbar war, ebenso wie im darauffolgenden Werk von Franz Danksagmüller (1969), dessen Stück ebenfalls den Titel »Estampie« trug und dessen schräge Akkorde und die verschiedenen Stimmungen für die Orgel das Interesse der Zuhörer weckten. Benedikt Meurers, der vor jedem Stück im charmanten Plauderton Wissenswertes preisgab, hatte noch viele unterhaltsame, leichtfüßige »Schmankerl« auf Lager und das Publikum kam in den Genuss eines äußerst kurzweiligen Orgelkonzerts, wie das schelmische »Cucu« von Kurt Estermann (1960), dem der Kuckuck aus dem »Capriccio sopra il Cucu« von Johann Caspar von Kerll (1627 bis 1693) fröhlich hinterher flog. Der Komponist, so Meurers, hat auch das Gackern von Hühnern vertont. Das stimmungsvolle und kurzweilige Konzert von Kerll (1627 bis 1693) fröhlich hinterher flog. Der Organist beendete das stimmungsvolle und kurzweilige Konzert mit der Zugabe »Der Mond ist aufgegangen« nach Kurt Estermann. Barbara Heigl