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Schnäppchen sind nicht immer fair

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Menschen demonstrieren für faire Preise. Foto: Michael Kappeler/dpa Foto: dpa

Milch im Sonderangebot! Die zweite Packung Würstchen gibt es umsonst! Mit solchen Angeboten locken Supermärkte die Menschen in die Geschäfte. Denn viele Menschen achten darauf, möglichst günstig einzukaufen. Das gilt nicht nur für teure Handys oder Fernseher, sondern auch für Lebensmittel.


Doch nicht alle sind glücklich, wenn etwa Butter und Fleisch besonders billig sind. Für manche ist das richtig ärgerlich, zum Beispiel für Landwirte. Sie stellen auf ihren Höfen die Grundstoffe für die Produkte her, die im Supermarkt verkauft werden. Schon lange klagen sie über die billigen Preise. Denn sie verdienen dann weniger mit ihrer Arbeit.

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Und warum können die Landwirte nicht einfach mehr Geld nehmen? »Weil der Händler dann dort einkauft, wo es günstiger ist«, sagt ein Fachmann vom Bauernverband. »Ein einzelner Bauer kann den Preis für sein Produkt also nicht bestimmen.«

In letzter Zeit hat man die Landwirte öfter demonstrieren sehen. Sie fuhren etwa mit ihren Traktoren durch verschiedene Städte, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen.

Ein Supermarkt-Chef erinnert aber auch daran, dass nicht alle Menschen so viel Geld haben. Er sagt: Viele Leute leben in Armut und können nicht viel für Essen ausgeben. »Günstige Lebensmittelpreise ermöglichen diesen Menschen eine gesunde und sichere Ernährung.«

Am Montag traf sich Kanzlerin Angela Merkel mit Fachleuten, um über das Problem mit den Lebensmittel-Preisen zu sprechen. Dabei rief die Politikerin Landwirte und Vertreter von Supermärkten dazu auf, fair zu verhandeln.