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Schleching kommt ohne neue Kredite aus

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Geldscheine liegen auf einem Tisch
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Geldscheine liegen auf einem Tisch. Foto: Ulrich Perrey/Archiv Foto: dpa

Schleching – In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Haushalt 2018 einstimmig beschlossen. Er hat ein Volumen von 4,488 Millionen Euro. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen davon 3,413 Millionen, auf den Vermögenshaushalt (Investitionen) 1,075 Millionen Euro.


Die Hebesätze bleiben gleich: Grundsteuer A bei 400 Prozent (Land- und Forstwirtschaft), Grundsteuer B 440 Prozent (andere Grundstücke), Gewerbesteuer bei 350 Prozent.

Wesentliche Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Grundsteuer A mit 23 700 Euro, Grundsteuer B mit 268 000 Euro, Gewerbesteuer 250 000 Euro, der Einkommensteueranteil beträgt 830 000 Euro, die Schlüsselzuweisung 709 000 Euro und Fremdenverkehrsbeiträge 96 000 Euro, die Zweitwohnungssteuer bringt der Gemeinde rund 130 000 Euro ein.

Große Ausgabenbereiche sind bei den Personalkosten mit 785 400 Euro, der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand für Gebäude, Grundstücke, Straßen und Fahrzeuge beträgt 830 000 Euro und die Kreisumlage 860 000 Euro.

Im Vermögenshaushalt sind 1,070 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen. Davon entfallen unter anderem 180 000 Euro auf den Wasser-Notverbund Mettenham-Raiten, 177 500 Euro auf Investitionen im Bereich Fremdenverkehr (Schmugglerweg, Klettersteig Zellerwand und Bergsteigerdorf). Für Grunderwerb (Bauland für Einheimische) sind 173 000 Euro eingeplant und für die Restarbeiten der Wasserversorgung Wagrain sind noch 60 000 Euro zu zahlen. Im Bereich Bauhof/Winterdienst soll ein neues Fahrzeug angeschafft werden für zirka 100 000 Euro. Für den Umbau des Rathauses zur Barrierefreiheit sind heuer 60 000 Euro eingeplant.

Die Finanzierung erfolgt unter anderem durch die Zuführung von 96 100 Euro vom Verwaltungshaushalt und einer Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 373 700 Euro. Zusätzlich erwartet die Gemeinde noch eine Investitionspauschale von 126 500 Euro und Zuschüsse für die Wasserversorgung und Breitbandversorgung von zusammen 135 000 Euro.

Neue Kredite werden nicht benötigt. Der Schuldenstand wird Ende 2018 rund 635 600 Euro betragen, das heißt pro Einwohner 359,91 Euro – der Landesdurchschnitt liegt bei 605 Euro. Die allgemeine Rücklage verringert sich auf 724 802 Euro.

Um die konkrete Planung der Barrierefreiheit im Rathaus ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Nachdem voraussichtlich keine Fördermittel für den Umbau zu erwarten sind, aber auch keine weiteren Kredite in Anspruch genommen werden sollen, sprach sich der Gemeinderat dafür aus, heuer eine barrierefreie Eingangstür zu installieren und ein barrierefreies Büro im Erdgeschoß. In diesem können dann alle Bürgerangelegenheiten behandelt werden. Die barrierefreie Behindertentoilette wird später gebaut.

In der Abschlussrunde wies Elfie Bachmann darauf hin, dass Bürger sich darüber beschweren, dass die Internetseite der Gemeinde schlecht zu navigieren sei. Sie sollte klarer aufgebaut sein. Andi Hell meinte, dass die alte Internetseite klarer im Aufbau war, aber die Inhalte jetzt besser seien. Bürgermeister Loferer sagte dazu, dass es schwierig sei, vier Gemeinden unter einen Hut zu bringen auf der einen Internetseite. Außerdem erinnerte Elfie Bachmann daran, beim Wasserwirtschaftsamt am Ball zu bleiben für den Hochwasserschutz in Schleching. Dem pflichtete Bürgermeister Sepp Loferer bei. wun