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Schicksalsschlag überwinden – Sportler berichten über Erlebnisse

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Bad Reichenhall: Sportler berichten im Magazin 3 der Alten Saline über Erlebnisse
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Albert Hirschbichler ist seit dem Sturz im Klettergarten querschnittsgelähmt. Mit dem Handbike schafft er es trotz seines Handicaps, Bergtouren zu unternehmen. (Foto: A. Hirschbichler)

Ein verheerender Sturz in den Bergen kann das Leben komplett verändern. Wie man mit dem Schicksalsschlag umgeht, ist heute Abend im Rahmen des »Riap-Sport Winterfilm Opening« im Magazin 3 der Alten Saline in Bad Reichenhall zu sehen. Des Weiteren stellen Sicherheit im alpinen Raum, Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Skilanglauf-Athletin sowie Bilder aus aller Welt einer Profi-Freeriderin die anderen Beiträge dieser Veranstaltung dar.


Thomas Kellermann und Franz Althuber schildern in ihrem Film »Hoher Göll – zwischen Leben und Tod« die Beziehung zweier Bergsteiger zum Alpinismus. Thomas Kellermann und Franz Althuber sind leidenschaftliche Bergsteiger. Ein schwerer Unfall im Februar 2018, bei dem beide am Hohen Göll von einem Schneebrett mitgerissen wurden, veränderte ihr Leben.

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Seitdem widmen sich beide noch intensiver als vorher dem Thema alpine Sicherheit. Er zeigt, wie ein Alpinunfall zum Nachdenken anregt. Und erzählt davon, was die beiden in ihrem neu geschenkten Leben erreichen wollen.

Albert Hirschbichler berichtet über sein »Abenteuer mit dem Handradl«. Dabei handelt es sich um eine außergewöhnliche sportliche Leistung trotz körperlichen Handicaps. Der Reichenhaller war seit seiner Jugend ein begeisterter Bergsteiger und Skifahrer. Eine Unachtsamkeit in einem Klettergarten am Gardasee führte im Mai 1997 zu einem 30-Meter-Sturz. Dieser Sturz führte zur Querschnittslähmung. Doch was tut ein Bergsteiger, der nicht mehr laufen kann und trotzdem die Berge erklimmen will? Er trainiert mit einem durch Armkraft betriebenen Fahrrad (Handbike). In seinem Beitrag beschreibt Albert Hirschbichler seine Unternehmungen im Gebirge vor und nach dem Schicksal.

Von emotionalen, aber auch lustigen Momenten in 20 Jahren in der Skilanglauf-Welt erzählt Steffi Böhler in ihrem mit Filmen und Fotos untermalten Vortrag. Die Athletin, die in diesem Frühjahr ihren Rücktritt aus dem Leistungssport erklärte, gewährt einen persönlichen Blick auf eine bewegende Zeit mit Höhen und Tiefen. So konnte Böhler bei den Olympischen Winterspielen Erfolge erzielen.

Doch sie hatte auch viel zu kämpfen. Die Athletin hatte einen bösartigen Tumor in der Schilddrüse. Mit ihrer überstandenen Krankheit geht sie offensiv um. In diversen Vorträgen macht sie Betroffenen Mut.

Außerdem gibt es spektakuläre Bilder aus der Welt der Profi-Freeriderin und Journalistin Eva Walkner. Zunächst startete die Salzburgerin im Ski-Alpin-Weltcup. Nach einigen Verletzungen sah sich Walkner gezwungen, ihre Rennkarriere zu beenden.

Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Sportjournalistin und arbeitete eine Zeit lang als Fernsehredakteurin bei Premiere. Nachdem sie auf den Freeride-Sport aufmerksam geworden war, qualifizierte sie sich 2010 für die exklusiv besetzte World Tour. Seitdem konnte sie auch etliche Erfolge in dieser Sportart erzielen.

Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Karten sind unter Telefon 08651/8428 erhältlich. fb

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