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Schalke tut sich lange schwer beim 3:1 gegen Augsburg

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FC Schalke 04 - FC Augsburg
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Schalkes Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos (3.v.r.) erzielte per Kopf das 1:0 für die Knappen. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa

Gelsenkirchen (dpa) - Glanzlos und mühevoll, aber erfolgreich: Der FC Schalke 04 hat nach einer schwachen ersten Spielhälfte beim Heimspielauftakt gegen den FC Augsburg doch noch einen souveränen und standesgemäßen Erfolg eingefahren.


Das Team von Trainer Huub Stevens gewann mit 3:1 (1:0) gegen die Schwaben und hat sich mit vier Punkten bereits in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt - vor dem Erzrivalen Borussia Dortmund.

Vor 60 582 Zuschauern in der Arena dauerte es bis zur 33. Minute, ehe der Revierclub durch den starken Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos in Führung ging. Jermaine Jones (46.) und Klaas-Jan Huntelaar (72.) markierten die weiteren Treffer zum Arbeitssieg gegen das engagierte Team von Markus Weinzierl, das aber vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug war. Augsburg kam am 2. Spieltag durch den eingewechselten Torsten Oehrl (79.) zwar noch zum ersten Saisontor, steckt aber als Tabellen-17 schon jetzt im Überlebenskampf.

«Wir müssen die Fehler minimieren», klagte FCA-Torhüter Simon Jentzsch über die «Scheiß-Situation»: «Wir wussten, dass es eine schwere Saison wird.» Mit seiner Elf war Weinzierl über weite Strecken zufrieden, nicht aber mit der Ausbeute. «Ich habe uns die ersten 30 Minuten ordentlich gesehen. Da haben wir es dem Gegner schwer gemacht. Aber die Konsequenz und Konzentration vor dem Tor hat bei uns noch gefehlt. Wir müssen unsere Chancen besser nutzen.»

Der tags zuvor vom FC Barcelona ausgeliehene Außenstürmer Ibrahim Afellay saß bei Schalke zunächst auf der Bank, durfte aber zum Schluss noch zehn Minuten Arena-Luft schnuppern. Jefferson Farfan zeigte bei seinem Saisondebüt nach überwundener Knieverletzung eine tolle Leistung und bereitete alle drei Tore vor. Torhüter Timo Hildebrand hatte sich im Abschlusstraining eine Kapsel- und Außenbandverletzung im Knie zugezogen, fällt einige Wochen aus und wurde durch Lars Unnerstall ersetzt, der kaum geprüft wurde.

Die nach der 0:2-Auftaktschlappe gegen Düsseldorf auf zwei Positionen veränderten Augsburger versteckten sich beim Favoriten keineswegs und hatten sogar die erste Chance des Spiels durch Aristide Bance (10.). Doch Papadopoulos grätschte im letzten Moment dazwischen und verhinderte so einen möglichen Rückstand.

Die hochgelobte Offensive der Königsblauen fand überhaupt nicht statt. Behäbig schoben sich die Schalker den Ball zu. Und wenn es mal schnell gehen sollte, landete das Spielgerät beim gut gestaffelten Gegner. «Mit der ersten Hälfte bin ich überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten zu viele Ballverluste und keinen Zug zum Tor», monierte Stevens. Umso überraschender, dass nach einer guten halben Stunde die Führung gelang - bezeichnenderweise durch eine Standardsituation. Papadopoulos stieg zwei Tage nach seinem Treuebekenntnis zum Verein nach einer Farfan-Ecke am höchsten und versenkte den Ball per Kopf.

Stevens dürfte seine fast lethargisch spielende Elf in der Pause ordentlich wachgerüttelt haben: Nur 37 Sekunden nach Wiederanpfiff stand es 2:0. Roman Neustädter schob den eroberten Ball zu Farfan, der Peruaner schickte Jones - und der schloss mit einem platzierten Schuss ins lange Eck ab. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte Knowledge Musona (51.) bei einem Volleyschuss über das Tor. Immerhin hatte die Partie deutlich an Klasse gewonnen. Am Ende konnten die Schalke-Fans gar das zweite Saisontor von Huntelaar und die späte Einwechslung von Neuzugang Afellay bejubeln, ehe Oehrl auch seiner Elf ein kleines Erfolgserlebnis verschaffte. «Wenn man 3:0 führt, muss man das ruhiger nach Hause bringen», sagte Stevens.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 56,2 - 43,8

Torschüsse: 12 - 22

gew. Zweikämpfe in %: 47,2 - 52,8

Fouls: 11 - 14

Ecken: 6 - 5

Quelle: optasports.com