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Salzburg: Sturmböe deckt Dächer auf der Festung ab - Zivilschutzalarm im Lungau

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Foto: Land Salzburg

Salzburg. Eine Sturmböe mit über 100 km/h hat Dienstagmorgen in der Stadt vorallem am Wahrzeichen der Stadt, der Festung Hohensalzburg, große Schäden angerichtet.

Es wurden große Teile des Zeughauses und des Schüttkastens abgedeckt sowie Kamine beschädigt. Die Dachteile wurden auf die darunterliegenden Gebäude, in den Hof und auch auf die Trasse des Lastenaufzuges geschleudert. Die Festung war gestern daher geschlossen, die Festungsbahn außer Betrieb, auch der Lastenaufzug von Nonntal konnte nicht benutzt werden. Gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt, Handwerkern, der Feuerwehr und weiteren Experten erfolgte eine genaue Schadenserhebung, die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden. Auch im Kaiviertel soll die Böe erhebliche Schäden angerichtet haben.

„Die Sturmböe ist am Morgen zwischen 6.30 Uhr und 7 Uhr vom Süden her über die Festung gezogen“, so Birgit Meixner von der Salzburger Burgen und Schlösserverwaltung. Durch herumfliegende Dachteile vom Zeughaus und vom Schüttkasten sind auch zahlreiche Kamine auf der Festung zerstört worden, auch der Lastenaufzug wurde getroffen. Den ganzen Tag über waren neben Feuerwehr und Polizei auch Handwerker auf der Festung, um die Schäden zu begutachten. „Wir werden heute versuchen alle herumliegenden Teile wegzuschaffen, damit wir am Mittwoch hoffentlich wieder aufsperren können“, so Meixner. Bereiche, in denen die Führungen stattfinden sind von abgedeckten Dächern nicht betroffen.

Die Stadtverwaltung hatte bis zum Vormittag neben den beiden Stadtbergen auch die Parks und Friedhöfe gesperrt. Jetzt sind nur noch die Stadtberge

gesperrt, so ein Sprecher gegen Mittag, „am Kapuzinerberg schaut es ärger aus“. So soll auch ein Baum auf ein Haus an der Fürbergstraße gefallen sein.

Schon in der Nacht auf Dienstag waren insgesamt 43 Feuerwehren mit über 1.000 Mann damit beschäftigt, umgestürzte Bäume von den Straßen zu räumen. Rund 3.200 Haushalte hatten vorübergehend keinen Strom, 50 Mitarbeiter des Energieversorgers Salzburg AG waren mit der Reparatur die ganze Nacht über beschäftigt. Die betroffenen Regionen lagen in der Nacht vor allem im Pinzgau, Pongau und Lungau, vereinzelt aber auch im Außergebirge.

Zivilschutzalarm im Lungau

Neben dem Sturm führte der starke Regen vor allem im Süden des Bundeslandes zu dramatischen Situationen, in der Gemeinde Muhr nahe St. Michael im Lungau wurde um 21.15 Uhr Zivilschutzalarm ausgelöst weil die Mur über die Ufer trat, Bewohner wurden aufgefordert sich in höher gelegene Stockwerke in Sicherheit zu bringen. Auch hier hatte sich die Situation am Dienstagvormittag wieder entspannt.

hud