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Rumäne mit mehreren Identitäten und ohne Führerschein unterwegs

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Beamte der Bundespolizei kontrollieren die Dokumente von Reisenden, die gerade ihr Flugzeug über die Gangway verlassen haben. Foto: dpa/Marius Becker

Anger – Ein Rumäne, der auf der A8 ohne Führerschein, dafür aber mit Haftbefehl und mehreren Falschdokumenten unterwegs war, ging den Schleierfahndern am Montag ins Netz.


Wieder einmal das richtige Gespür bewiesen die Schleierfahnder der PI Fahndung Traunstein als sie am Montagvormittag auf der A8 einen VW Golf mit Ingolstädter Zulassung einer Kontrolle unterzogen. Der Golf war mit zwei Rumänen besetzt. Als die Polizisten den Führerschein des 44-jährigen Fahrers verlangten, händigte dieser lediglich eine Kopie seines rumänischen Scheins aus.

Wie eine Überprüfung in Rumänien später ergeben sollte, ist dem Mann bereits im Jahr 2009 wegen eines Trunkenheitdelikts seine Fahrerlaubnis entzogen worden. Dennoch gelang es ihm seither nachweislich, mit Hilfe der Kopie bei mehreren Verkehrskontrollen ungeschoren davonzukommen.

Doch damit nicht genug. Ein anschließender Abgleich seiner Personalien mit dem polizeilichen Fahndungsbestand ergab einen Suchvermerk der Staatsanwaltschaft Ingolstadt. Der 44-Jährige wurde aktuell wegen Diebstahls per Untersuchungshaftbefehl gesucht.

Angekommen auf der Dienststelle, wurde sein Gepäck durchsucht – dabei kamen zwei gefälschte rumänische Personalausweise zum Vorschein. Beide Male zeigte das Lichtbild den Verhafteten, jedoch mit jeweils komplett unterschiedlichen Personalien. Was es genau mit den verschiedenen Identitäten auf sich hat, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

Der Gelegenheitsarbeiter wurde nach Vorführung beim Ermittlungsrichter in die nächste Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Zudem wurde er wegen der Urkundsdelikte sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erneut zur Anzeige gebracht.

Auch der rumänische Beifahrer, der zugleich Halter des benutzten Fahrzeuges ist, muss sich wegen des Ermächtigens zum Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen – allerdings zögerte sich auch für ihn die Weiterreise noch etwas hinaus, denn ihm war es von den deutschen Behörden untersagt worden, ein Fahrzeug im Inland zu führen.