weather-image

Ruhezonen auf dem Chiemsee respektieren

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Schutzbojenkette entlang der Kernzone des Naturschutzgebietes »Mündung der Tiroler Achen« ist durch die gelb lackierten Bojen nun wesentlich deutlicher auch schon aus weiter Ferne zu erkennen. (Foto: Gebietsbetreuer Chiemsee)

Jetzt im Sommer zieht es besonders viele Einheimische und Urlauber auf den Chiemsee, um die Natur zu genießen und die vielen Möglichkeiten des Wassersports auszuleben.


Zugleich ist der See mit seinen Uferregionen ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Daher bittet der Gebietsbetreuer Chiemsee, Dirk Alfermann, die speziell hierfür ausgewiesenen Ruhezonen auf dem See sowie auch die sogenannte Kernzone im Mündungsbereich der Tiroler Achen zu respektieren und zu meiden.

"Insgesamt nehmen die Ruhezonen sowie der gesperrte Bereich des Naturschutzgebiets nur einen geringen Teil der Ufer- bzw. Wasserfläche ein, sodass weit mehr als 90 Prozent des  Sees von allen frei genutzt werden können", sagt Alfermann. Zudem bieten die Beobachtungstürme am Lachsgang bei Übersee und in der Hirschauer Bucht bei Grabenstätt einen ganz besonderen Einblick in die Kernzone des Naturschutzgebiets.

Dank der Informationsarbeit mit Flyern, Informationstafeln und Postern sowie den örtlichen Segelvereinen oder Bootsverleihern sind die Ruhezonen und ihre Bedeutung in der Bevölkerung bekannt, stellt Alfermann fest. Erfreulich sei auch dass ein Großteil der Wassersportler den Ruhezonen aufgeschlossen gegenüberstehe und diese Schutzgebiete beachte.

Dennoch komme es immer wieder zur Missachtung durch einzelne Personen, die in die Ruhezonen einfahren, sei es mit dem Segel- oder Elektroboot oder mit Schlauchbooten und Kajaks, ebenso auch Stand-Up-Paddler oder Schwimmer, so Alfermann weiter. Gleiches gilt von Uferseite für den Bereich der Kernzone unterhalb des Uferwegs am Lachsgang. "Einzelne kurze Beunruhigungen können aber bereits gravierende negative Auswirkungen auf die dort brütende beziehungsweise rastende Vogelwelt haben", so Alfermann.

Deshalb wurde heuer zusätzlich der uferseitige Bereich der Kernzone mit weiteren Hinweistafeln ausgewiesen und seeseitig neue, nun auffallend gelb lackierte Schutzbojen von Mitarbeitern des Wasserwirtschaftsamts Traunstein ausgebracht, sodass hier nun niemand mehr versehentlich in das Kernzonengebiet gelangen sollte. Personen, die bei Polizeikontrollen dennoch in den Schutzzonen angetroffenen werden, müssen mit einer Anzeige und einem Bußgeld rechnen. Aus Sicht von Alfermann sind die Kontrollen wichtig, um den Besuchern und Wassersportlern gerecht zu werden. fb