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Reus freut sich auf Messi

Frankfurt/Main (dpa) - Ein paar Sprüche hat sich Marco Reus schon anhören müssen, als der Neu-Dortmunder als frisch gekürter Fußballer des Jahres bei der Nationalmannschaft begrüßt wurde.

Vorfreude
Marco Reus will sich mit Messi messen. Foto: Arne Dedert Foto: dpa

«Doch es kamen auch viele Glückwünsche aus dem Team.» Sogar Clubkollege Mats Hummels habe sich mit Spitzen dieses Mal überraschend zurückgehalten, berichtete Reus vor dem Länderspiel am Mittwoch gegen Argentinien.

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Mit 23 ist Reus quasi schon im deutschen Fußball-Olymp, auf einer Stufe mit Welt- und Europameistern wie Lothar Matthäus, Matthias Sammer oder Franz Beckenbauer. «Das ist eine große Auszeichnung für mich, aber auch ein riesiger Ansporn für die nächsten Jahre», sagte der Offensivspieler.

Der ehemalige Gladbacher ist der Gewinner der vergangenen Saison, auch wenn er noch keinen Titel geholt hat. 18 Treffer und elf Torvorbereitungen, Platz vier mit der Borussia. Er kann jetzt wieder in seiner Heimat spielen, beim Meister BVB. Und er ist der Aufsteiger im Nationalteam, hat Supertalent Mario Götze aktuell überholt.

«Bei uns musste Marco Reus erst Erfahrungen machen. Bei der EM hat er sich immer mehr mit seiner Spielweise in den Vordergrund gespielt», lobte Löw und schloss an: «Ich hoffe, dass er sich in Dortmund dementsprechend weiter entwickelt. Rein fußballerisch kann er in den nächsten zwei Jahren nochmals einen großen Sprung machen.»

Zweimal durfte Reus bei der EM in Polen und der Ukraine ran, eroberte dabei die Sympathien der Fans und seiner Mitspieler. Spielmacher Mesut Özil schwärmte über den Kombinationsspieler Reus. «Die Erfahrung ist sehr wertvoll. Ich konnte zeigen, dass ich auf internationalem Niveau mithalten kann», meinte der gebürtige Dortmunder zu seinem EM-Erlebnis. Sein ehemaliger Gladbacher Trainer Lucien Favre sieht Reus für die Zukunft sogar als einen Kandidaten für den FC Barcelona: «Marco weiß noch gar nicht, wie gut er ist.»

Reus kann das vielstimmige Lob genau wie die überraschende Auszeichnung als Deutschlands bester Fußballer gut einordnen. «Ich weiß, was ich noch im Training machen muss», meinte der achtmalige Nationalspieler. Und er versprach, «dass ich jeden Tag nutze, um meine Schwächen geringer zu machen, dass ich mich verbessere». DFB-Chefcoach Löw will Reus dabei unterstützen: «Selbstverständlich werde auch ich alles daransetzen, dass er das schafft.»

In Frankfurt darf Reus nun erstmals gegen Lionel Messi antreten, den er bewundert. «Ich habe selten einen Spieler gesehen, der so leichtfüßig ist», sagte der Mann, der diese Art von Fußball selbst pflegt. «Das sieht so einfach aus, aber es steckt harte Arbeit dahinter», meinte Reus zu Argentiniens Star. Der Dortmunder ist heiß auf seinen Einsatz, egal in welcher Rolle: «Auf allen Positionen offensiv fühle ich mich wohl. Ich bin flexibel.»