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Rekord für Vettel nicht so wichtig: »Wäre schön«

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Sebastian Vettel misst einem neuen Rekord keine große Bedeutung bei. Foto: Shaun Botterill/Getty Images/Red Bull Foto: dpa

Austin (dpa) - Ein weiterer Rekord wäre prima, aber für Sebastian Vettel ist diese Perspektive keine extra Motivation und auch nicht so wichtig.


»Es wäre schön, aber das ist nicht der Grund, warum ich ins Auto steige«, versicherte der viermalige Formel-1-Weltmeister am Donnerstag im Fahrerlager des Circuit of the Americas in Austin. Vettel kann beim Großen Preis der USA am Sonntag mit acht Saisonsiegen in Serie die nächste Bestmarke aufstellen. Jüngster Rennsieger, Champion und Mehrfach-Weltmeister ist er schon.

Derzeit führen der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim und der siebenfache Champion Michael Schumacher (Kerpen) diese Statistik mit je sieben Erfolgen hintereinander gemeinsam an. »Heute Morgen habe ich gedacht, es ist schon verrückt, so oft hintereinander zu gewinnen«, bekannte Vettel. »Das ist schon unglaublich.« Zuletzt sei es perfekt gelaufen, aber das sei keine Garantie für dieses Rennen.

Vettel hatte bei der Premiere in Texas im Vorjahr den Erfolg um 0,675 Sekunden hinter dem damaligen McLaren-Rivalen Lewis Hamilton verpasst. »Ich hoffe, es klappt dieses Mal«, sagte er. Da die WM entschieden sei, könne er das Rennen relaxt angehen. Vettel machte den Titel-Triumph schon in Indien perfekt. 2012 hatte er nach dem US-Lauf nur 13 Punkte Vorsprung auf Ferrari-Rivale Fernando Alonso vor dem Saisonfinale in Sao Paulo gehabt. Dieses Jahr führt Vettel (347) vor dem vorletzten Rennen bereits mit 130 Punkten vor dem spanischen Gesamtzweiten (217).

Unabhängig von seiner komfortablen Situation genießt Vettel den Trip in die USA. »Das ist ein atemberaubendes Land«, schwärmte der 26 Jahre alte Hesse. »Es hat unheimlich viel zu bieten.« Allein in Texas habe Deutschland wohl dreimal Platz, mutmaßte er. »Man braucht Monate, um das Land zu bereisen«, meinte Vettel. Leider habe er momentan keine Zeit dafür.

Der sonst ständig von Fans umlagerte Superstar genießt es, sich in den USA weitgehend unerkannt und unbehelligt bewegen zu können. »Das ist auch ganz angenehm«, sagte er. Im Formel-1-verrückten Austin steht allerdings auch Vettel im Fokus. Die Amis lieben »Seb« - und er mag diese ebenfalls. »Die Leute sind sehr freundlich. Ich liebe das Rennen und den Vibe in der Stadt«, schwärmte er. Nur eines gefällt Vettel bei seinem zweiten Austin-Aufenthalt nicht. »Es ist leider ziemlich kalt«, klagte er. Nur 16 Grad sind für diese Region im November ungewöhnlich. Aber am Rennwochenende sollen die Temperaturen auf über 25 Grad steigen.