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Rauschendes Operetten-Konzert an einem Sommerabend

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Ein rauschendes Operetten-Konzert des Chiemgau-Chores Traunstein und des Akkordeon-Orchesters Chiemsee mit schwungvollen Einlagen der Tanzgruppe Allegrodance erlebten die Gäste in der vollbesetzten Aula der Berufsschule Traunstein. Die Moderation übernahm Jutta Bräutigam. Unter den Ehrengästen war der Ehrenvorsitzende Franz Geyer, der den Chiemgau-Chor 56 Jahre lang geleitet hat.


Der erste Teil des Abends war geprägt von der Operette »Der Zigeunerbaron« (Johann Strauß Sohn, bearbeitet von Willi Trapp). Der Chiemgau-Chor unter der Leitung von Michael Felsenstein, am Flügel Alejandro Vila, Solisten Martha Bergert, Christa Huber und Rudi Obermaier, begann mit einem Potpourri mit fünf Stücken vom »Weberlied: Her die Hand, es muss ja sein« bis »O habet acht«. Alesia Grenz zeigte anschließend passend zum Thema einen traditionellen Zigeunertanz. »Langsam bricht die Nacht herein« aus dem Ungarischen Tanz Nr. 5 (Johannes Brahms/OttoGroll) stimmte der Chor ein, bevor die Tanzgruppe Allegrodance von Alesia Grenz mit der Kindergruppe den feurigen Flamenco »Kante« und »Alegria« vortrug.

Als Nächstes zog das Akkordeon-Orchester Chiemsee unter der Leitung von Martin Schultheiß mit dem brillanten Paso Doble »Caramba« (Josef Rixner) und dem 4. Satz »Galopp« aus »Ein Ballettabend« (Rudolf Würthner) die Zuhörer in seinen Bann. Noch einmal trugen die Kinder von Allegrodance mit dem wilden Piratentanz »Jack is back« zur fröhlichen Stimmung bei.

Der Chiemgau-Chor sang anschließend das zweite Potpourri aus »Der Zigeunerbaron«, beginnend mit »Wir wollen lustig sein beim vollen Glase Wein«. Für das Duett »Wer hat uns getraut« erhielten Christa Huber und Michael Felsenstein stürmischen Applaus. Rudi Obermaier begeisterte mit dem Solo »Ja, das Schreiben und das Lesen – mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck«. Mit dem Walzer »Ja das alles auf Ehr« des Chores ging es in die Pause.

Das Akkordeon-Orchester Chiemsee stimmte mit dem Walzer Nr. 2 (Dimitri Schostakowitsch) den zweiten Teil des Konzertes an, der vor allem den zwei Potpourris mit einem Querschnitt aus der Operette »Die Blume von Hawaii« (Paul Abraham, Chorsatz: Willi Parten) des Chiemgau-Chores gewidmet war. Jazzelemente, erstmals in der Operette von Paul Abraham, machten diesen Programmteil besonders spritzig. Mit Blumen im Haar und Strohhüten rief der Chor zunächst sieben bekannte Stücke der Operette von »Kann nicht küssen ohne Liebe« bis »Blume von Hawaii« wieder in Erinnerung. Auf den Musettewalzer »Rue de Paris« (Curt Mahl) des Akkordeon-Orchesters Chiemsee folgte vom Chiemgau-Chor »Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück« mit Michael Felsenstein am Flügel. Hierfür gab es besonderen Applaus.

Auch im zweiten Teil des Potpourris mit neun weiteren Melodien, unter anderem mit »Ich hab’ ein Diwanpüppchen, »Wir singen zur Jazzband« und »My golden Baby im sonnigen Süden« waren einige feine Soli zu hören, wie von Rudi Obermaier »Bin nur ein Johnny, zieh durch die Welt«. »Wo es Mädels gibt, Kameraden« schloss diesen Teil ab.

Ein überraschendes Feuerwerk an Temperament und Grazie bescherte Christa Huber mit der Tarantella »La Danza« (Gioachino Rossini), begleitet vom Akkordeon-Orchester Chiemsee, den Zuhörern. Der Chiemgau-Chor verabschiedete sich stimmungsvoll mit »Neigen sich die Stunden« (Lorenz Maierhofer). Langer frenetischer Applaus war der Dank für ein gelungenes Konzert. Danach begleitete als Zugabe ein wunderbarer »Sandmann« und »Abendsegen« aus der Oper »Hänsel und Gretel« (Engelbert Humperdinck) von Christa Huber und Martha Bergert die Gäste leise in den Abend. Barbara Reichenbach

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