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Randale beim Hamburger Schanzenfest

Hamburg (dpa) - Wasserwerfer im Einsatz, etliche Festnahmen, zwei Verletzte - beim Hamburger Schanzenfest hat es am Wochenende nach zunächst friedlichem Verlauf doch die befürchteten Krawalle gegeben. Sie fielen laut Polizei jedoch nicht ganz so heftig aus wie zuletzt.

Ausschreitungen nach Schanzenfest
Nach dem traditionellen Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel blieb es lange friedlich. Erst spät in der Nacht kam es doch noch zu der befürchteten Randale. Foto: Malte Christians Foto: dpa

«Im Vergleich zu den letzten Jahren war es wesentlich ruhiger», erklärte Polizeisprecherin Sandra Levgrün. 30 bis 40 Menschen warfen Gegenstände auf eine Sparkassen-Filiale und versuchten, eine Tür aufzubrechen. Als die Beamten daraufhin die Straße räumen wollten, seien sie von rund 300 Leuten mit Flaschen, Steinen und Böllern angegriffen worden. Die Polizei ging anschließend mit Wasserwerfern gegen die Gruppe vor.

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«Bemerkenswert ist, dass die Anwohner es geschafft haben, die Randale lange Zeit zu verhindern», sagte Levgrün. Sie hätten deeskalierend eingewirkt, beispielsweise durch Transparente mit der Aufschrift «Wir brauchen keine Polizei-Provokateure» und «Wir brauchen keine Krawall-Touristen».

Erst am frühen Sonntagmorgen sei es zu den Ausschreitungen gekommen. 13 Menschen seien vorläufig festgenommen und 3 weitere in Gewahrsam genommen worden. Ein Polizeibeamter und ein Störer seien leicht verletzt worden. Nach dem Fest rund um das linksalternative Kulturzentrum «Rote Flora» gab es noch zwei Verletzte bei Messerstechereien.

Zuvor hatte es lange so ausgesehen, als würde das Schanzenfest anders als in den Vorjahren ohne Krawalle enden. Tagsüber hatten rund 10 000 Menschen in entspannter Atmosphäre ein Straßenfest mit Musik und Flohmarkt gefeiert.