weather-image
23°

Punktgewinn mit dem letzten Aufgebot

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Gäste-Routinier Tobias Huber (40) kommt gegen Reichenhall-Youngster Jakob Magg (19), der sein Sohn sein könnte, mit einer Grätsche zu spät. (Foto: Bittner)

32 Jahre betrug das Durchschnittsalter des TSV Berchtesgaden beim Klassiker in der Nonner Au gegen den TSV Bad Reichenhall. Wenn auch der Punktgewinn etwas glücklich zustande gekommen ist, so muss man der »Oldietruppe« von der Breitwiese ein großes Kompliment machen. Die Mannschaft hat aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt und sich damit erst einmal aus der größten Abstiegsnot befreit.


Gut 100 Zuschauer wollten das Spiel der beiden Kreisklassenmannschaften sehen, die schon bessere Tage erlebt hatten und punktgleich weit hinten in der Tabelle rangieren. Die Platzherren gingen nach einer unglücklichen Abwehraktion der Berchtesgadener bereits in der dritten Minute durch Ioan Maris in Führung. Trainer Richard Hartmann schwante zu diesem frühen Zeitpunkt Schlimmes. Doch seine Mannschaft belehrte ihn eines Besseren.

Denn Berchtesgaden blieb vom frühen Rückstand unbeeindruckt und ging sogleich zu Gegenangriffen über. Robert Reichlmeier kam nach den bekannt weiten Einwürfen von Andreas Hartmann in der zehnten und 17. Minute zu zwei Kopfballchancen. Bei der ersten Möglichkeit ging der Ball knapp am Tor vorbei und bei der zweiten Chance zeigte der Reichenhaller Keeper Robert Töpel, dass er ein Könner ist. Auch einen Kopfball von Marek Brazina fischte Töpel aus dem Torwinkel. Kurz vor der Halbzeitpause glich Berchtesgaden nach bis dahin verteilten Aktionen hochverdient aus. Wieder warf Hartmann weit in den Strafraum, wo Christian Winkler den Ball verlängerte und Robert Reichlmeier für den Ausgleichstreffer sorgte (44.).

Mit diesem wichtigen Treffer wuchs natürlich die Zuversicht der Gäste, die sodann in der zweiten Halbzeit den Reichenhallern eine erfolgreiche Abwehrschlacht lieferten. Reichenhall kam dabei zu drei Möglichkeiten, während die auf Torsicherung bedachten Berchtesgadener keine Torchance mehr herausspielen konnten. »Die ganze Mannschaft hat eine Klasseleistung gezeigt. Alle zwölf eingesetzten Spieler zeigten eine Topleistung. Wir hätten in der ersten Halbzeit klar führen können, hatten dann aber im zweiten Abschnitt Glück nicht noch zu verlieren«, so Trainer Hartmann, der jetzt optimistischer in die Zukunft blicken kann.

TSV Berchtesgaden: Sebastian Seibold; Tobias Huber I, Ahmed Alo, Christoph Heindl, Florian Popp, Marek Brazina, Matthias Hinterbrandner (64. Richard Hartmann), Robert Reichlmeier, Andreas Hartmann, Christian Winkler, Erdi Aslantay. Christian Wechslinger