weather-image
24°
Bürgermeister Thomas Weber möchte seine Gemeinde auch 2016 voranbringen

Pfaffenfeld und Gemeindezentrum

Bischofswiesen – Natürlich ist Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber zuversichtlich, wenn er an die Zukunft der Gemeinde denkt. Seit er im Amt ist, ist viel passiert, über die Parteigrenzen hinweg pflegt man ein Miteinander. Konkurrierendes Denken? Fehlanzeige. Auch 2016 soll es in zügigem Tempo vorangehen: Das Gewerbegebiet Pfaffenfeld wird erweitert, das Orts- und das Gemeindezentrum sollen mithilfe eines Architektenwettbewerbs eine optimale Lösung erhalten. Das Interview mit Bürgermeister Weber schließt unsere fünfteilige Serie ab.

Ein erweitertes Gewerbegebiet, ein neues Ortszentrum: Bürgermeister Thomas Weber hat aktuell viel zu tun. (Foto: Pfeiffer)

Herr Weber, welche Erwartungen stellen Sie in Gemeindehinsicht an das Jahr 2016?

Thomas Weber: Wir wollen die großen Projekte wie geplant weiter vorantreiben beziehungsweise umsetzen. Natürlich wollen wir unsere Bürgerinnen und Bürger auf dem Laufenden halten und sie mittels öffentlichen Veranstaltungen regelmäßig informieren.

Welche größeren Vorhaben sollen in 2016 beendet beziehungsweise in Angriff genommen werden?

Weber: Für das Jahr 2016 haben wir zwei große Projekte: die Erweiterung des Gewerbegebiets Pfaffenfeld und die Durchführung des Architektenwettbewerbes für das Ortszentrum sowie das neue Gemeindezentrum. Das Gewerbegebiet ist auch aus interkommunaler Sicht ein wichtiges Projekt für unseren gesamten Talkessel. Die Ortsentwicklung und das Gemeindezentrum sind extrem zukunftsweisend und prägen unser Ortsbild für die nächsten Jahrzehnte. Daher wollen wir mittels Wettbewerb die für Bischofswiesen beste ortsplanerische, wirtschaftliche Lösung erreichen.

Wie beurteilen Sie die Asylproblematik für die Gemeinde? In welche Richtung wird sich dies weiterentwickeln?

Weber: Unser Landkreis wird durch den Grenzübergang in Freilassing sehr stark belastet – vor allem die Stadt Freilassing. Die Helferinnen und Helfer, gerade die Ehrenamtlichen, kommen aus dem gesamten Landkreis. Und deren Belastung ist derzeit extrem. Aus Sicht unserer Gemeinde sind diese Auswirkungen aber kaum zu spüren. Allerdings zeigen die Prognosen des Landratsamtes bezüglich der Asylbewerber, die wir unterbringen müssen, deutlich nach oben. Aktuell funktioniert sowohl die Unterbringung als auch die Integration hinsichtlich Sprachunterricht, Kindergarten und Schule sehr gut. Für die künftigen Herausforderungen sind wir uns unserer Verantwortung aber bewusst.

Wo sehen Sie Ihre Gemeinde in fünf Jahren?

Weber: Bischofswiesen hat ein neues Senioren- beziehungsweise ein behindertengerechtes Ortszentrum mit einem Fuß- und Radweg. Vom neuen Bahnhaltepunkt Bischofswiesen gibt es kurze befestigte und beleuchtete Wege zum Ortszentrum und direkte Umsteigemöglichkeiten zum Bus. Eine Querungshilfe in der Engedey ermöglicht die sichere Überquerung der Bundesstraße. Loipl, Winkl-Land und Stanggaß haben auch das schnelle Internet und bei der Herausforderung »bezahlbarer Wohnraum« sind wir einen deutlichen Schritt nach vorne gekommen. Im neuen Gewerbegebiet haben sich die ersten Firmen angesiedelt und bringen weitere Ausbildungs- und Arbeitsplätze nach Bischofswiesen. Kilian Pfeiffer