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»Peter und der Wolf« auf der k1-Bühne

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Das Ruperti-Orchester gab ein beeindruckendes Konzert im Saal des Traunreuter k1. (Foto: Mix)

Das musikalische Märchen »Peter und der Wolf« von Sergej Prokofjew bildete den ersten Teil eines begeisternden Konzertes, das das »Ruperti-Orchester« unter Leitung von Richard Kalahur im Traunreuter k1 gab. Im zweiten Teil waren Werke von Schubert, Haydn, Brahms, Bock und J. Strauss zu hören. Die Besucher erlebten einen sehr anregenden Konzertabend und dankten es den ambitionierten Amateurmusikern mit lang anhaltendem Applaus.


»Peter und der Wolf« ist zwar ein Märchen, aber es ist nicht nur für Kinder geeignet, sondern erfreut aufgrund seiner ungewöhnlichen Darbietungsart auch die Erwachsenen. Sergej Prokofjew hat es 1936 für ein Moskauer Kindertheater geschrieben und komponiert. Die Musik untermalt dabei die Handlung. Das Ruperti Orchester verwendete bei seinem Konzert eine Bearbeitung der Komposition durch Gerhard Buchner.

Hans-Bernhard Kesy, der bei früheren Konzerten schon als Gesangssolist auftrat, fungierte dieses Mal als Vorleser und erzählte das Märchen vortrefflich und sehr pointiert. Jede Person und jedes Tier in der Geschichte wird von einem oder mehreren Instrumenten im Orchester dargestellt. So weiß der Zuhörer gleich, wenn eine bestimmte Melodie von den Streichern gespielt wird, dass es nun um Peter geht. Der kleine Vogel in der Geschichte wird von der Querflöte gespielt, die Oboe ist die Ente, die Klarinette die Katze. Das Fagott spielt die tiefe Stimme des Großvaters, drei Hörner stehen für den Wolf und wenn die Jäger schließlich kommen und den gefangenen Wolf abführen in den Zoo, sind Pauken und große Trommel im Einsatz. »Das war einfach entzückend«, meinte eine Besucherin nach dem ersten Teil des Konzertes.

Nach der Pause zeigte das Ruperti-Orchester sein breit gefächertes Repertoire und begeisterte mit sichtlicher Spielfreude. Der »Ungarische Tanz« von Johannes Brahms, die Symphonie »mit dem Paukenschlag« von Joseph Haydn, der »Norwegische Tanz« von Edvard Grieg, ein Intermezzo aus »Tausend und eine Nacht« von Johann Strauss sowie ein Querschnitt aus »Anatevka« von Jerry Bock wurden schwungvoll und mit großer Präzision vorgetragen. Am Ende drückten die Zuhörer ihre Begeisterung mit lang anhaltendem Applaus aus und entließen die Musiker erst nach einer Zugabe, einem weiteren ungarischen Tanz.

Das Ruperti-Orchester wird seit über 20 Jahren von Richard Kalahur geleitet und setzt sich aus Amateurmusikern jeden Alters zusammen, die drei bis vier Konzerte im Jahr einstudieren. Neues Mitglied des Orchesters ist die evangelische Pfarrerin Dorothea Marien aus Traunreut, die am Samstag auch die Begrüßung übernahm. Pia Mix

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