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Pech in der Schlussminute

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Franz Maußhammer von der SG Scheffau-Schellenberg hatte als letzter Mann viel zu tun und bot trotz der Punktverluste eine starke Leistung. (Foto: Heger)

Trotz einer sicheren 2:0-Führung zur Halbzeit und vieler Chancen musste sich die SG Scheffau-Schellenberg gegen den WSC Bayerisch Gmain 2 mit einem 2:2 begnügen. Damit dürften die Aufstiegsträume der Platzherren geplatzt sein.


Die erste Spielhälfte begannen beiden Mannschaften überhastet. Doch zur Überraschung aller gelang der SG nach einem weiten Abschlag von Keeper Stefan Koppenleitner auf den agilen Markus Brandner die Führung durch einen Weitschuss. Die Gäste waren dadurch nicht geschockt und starteten sofort schnelle Gegenangriffe, die jedoch von der aufmerksamen SG-Abwehr abgefangen wurden. In der zwölften Minute zeichnete sich Koppenleitner bei einem gefährlichen Aufsetzer nach einem Freistoß aus. Das gab Sicherheit und die Platzherren trugen einige Angriffe vor, denen nur der Abschluss fehlte.

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Eine Großchance vereitelte der Gästekeeper in der 25. Minute, als er den Ball mit einem Reflex an die Latte lenkte. Nach einer halben Stunde scheiterte Alpiger mit einem energischen Alleingang am starken Gästetorwart. Die Gmainer scheiterten im Gegenzug mit einem Schuss ans Außennetz. Als in der 39. Minute Brandner aus kurzer Entfernung das 2:0 gelungen ist, keimte beim Scheffauer Team und den 30 Zuschauern die Hoffnung auf, dass die Punkte in der Scheffau bleiben würden. Kurz vor der Pause gab es noch zwei Aufreger. Zunächst vergab Alpiger eine gute Möglichkeit. Im direkten Gegenzug gab es einen umstrittenen Elfmeter, den die Gäste jedoch gerechterweise über das Tor setzten.

Die zweite Spielhälfte begann die SG stürmisch. Nach einem Freistoß von Markus Lenz versenkte Alpiger den Ball mit dem Kopf. Doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. In der 61. Minute hatte der wiederum aufopferungsvoll kämpfende Reini Reitsamer nach einem langen Einwurf von Markus König Pech mit einem Kopfball, der knapp über die Querlatte strich. Kurz darauf scheiterte Alpiger mit einem Drehschuß aus 18 Metern, der knapp am Pfosten vorbeiging. Nachdem die SG ihre Chancen vergeben hatte, konterten die Gäste die SG-Abwehr klassisch aus und erzielten in der 65. Minute den Anschlusstreffer. Daraufhin verlor die SG etwas die Linie, weil sie die Hektik der Gäste annahm und ungeordnet agierte. So kam es zu einem gegenseitigen Schlagabtausch, in dem viele Aktionen auf Zufall ausgerichtet waren. In der Schlussminute waren die Platzherren geistig wohl schon bei der Siegesfeier, als die Bayerisch Gmainer die Uneinigkeit in der SG-Abwehr zum Ausgleich nützten.

Trainer Max Leo sowie die gesamte Mannschaft waren über das Unvermögen, das zum Verlust von zwei wichtigen Punkten führte, maßlos enttäuscht. »Leichtsinn und Unkonzentriertheit in der Schlussphase des Spiels haben uns der letzten Chance beraubt. Dafür kann die Mannschaft ab sofort sorglos aufspielen«, befand Pressesprecher Franz Heger mit einer Portion Galgenhumor.

SG Scheffau-Schellenberg: Koppenleitner; Maußhammer, Schuster, Spreiter, Müller, Lenz, Anfang, König, Reitsamer, Alpiger, Brandner, Plenk, Schnell, Eder. Christian Wechslinger

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